Griesert offiziell im Amt Der neue Oberbürgermeister hat „Ja“ gesagt

Wolfgang Griesert unterschreibt die Erklärung, dass er die Wahl annehme. Von dem Moment an ist er offziell Oberbürgermeister von Osnabrück. Im Hintergrund schaut Karin Heinrich zu. Foto: Michael GründelWolfgang Griesert unterschreibt die Erklärung, dass er die Wahl annehme. Von dem Moment an ist er offziell Oberbürgermeister von Osnabrück. Im Hintergrund schaut Karin Heinrich zu. Foto: Michael Gründel

Osnabrück.Seit 10.19 Uhr am Donnerstagmorgen hat Osnabrück offiziell einen neuen Oberbürgermeister. Wolfgang Griesert unterschrieb in der Minute die Erklärung, dass er die Wahl annehme.

Es war ein kurzer formeller Akt im OB-Büro, aber von großer Tragweite. Die stellvertretende Leiterin des Wahlausschusses, Karin Heinrich, überreichte Griesert das amtliche Schreiben, in dem sie ihm mitteilt, was dieser schon längst weiß: Er ist zum Oberbürgermeister gewählt worden . Eine Woche Frist wird ihm eingeräumt, die Wahlannahme schriftlich zu bestätigen und das Schreiben zurück zu schicken. Ein Freiumschlag sei beigefügt, heißt es in dem Brief.

Den Umschlag brauchte Griesert nicht. Er unterschrieb an seinem Schreibtisch im OB-Zimmer die Erklärung und reichte sie der Wahlausschuss-Leiterin. „Sie sind ab jetzt mein Chef“, sagte Karin Heinrich, „aber ich sage weiter Herr Griesert zu Ihnen.“

Zuvor hatte der Wahlausschuss in einer elfminütigen Sitzung das Ergebnis der Oberbürgermeister-Stichwahl vom Sonntag offiziell festgestellt. Gert Leimbrock, der wegen personeller Engpässe im Wahlbüro aus dem Ruhestand vorübergehend reaktiviert worden war, verlas das Ergebnis der Wahlprüfung. Beanstandungen oder Pannen habe es nicht gegeben, das vorläufige Ergebnis sei mit dem amtlichen identisch. Das bedeutet: Wolfgang Griesert (CDU) erhielt in der Stichwahl 28899 Stimmen, Birgit Bornemann (SPD) 23789. Um 10.11 Uhr schloss Karin Heinrich die Sitzung, acht Minuten später leistete Griesert seine Unterschrift.

Termine nimmt Griesert an seinem ersten Arbeitstag noch nicht wahr. Auf seinem Schreibtisch liegen seit dem Morgen vier Unterschriftenmappen. Wenn das erledigt ist, will er im Hause erste Gespräche führen. Am Montag, 21. Oktober, wird der 56-Jährige in einer außerordentlichen Ratssitzung den Amtseid ablegen – und ab dann auch die Amtskette bei offiziellen Anlässen tragen.


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