Interview mit FDP-Politiker OB-Kandidat Seidler rügt Neumarkt-Situation

NOZ-Redakteur Michael Schwager spricht im OS1.TV-Politiktalk mit dem FDP-Oberbürgermeister-Kandidaten Robert Seidler..Foto Jörn MartensNOZ-Redakteur Michael Schwager spricht im OS1.TV-Politiktalk mit dem FDP-Oberbürgermeister-Kandidaten Robert Seidler..Foto Jörn Martens

Osnabrück. Der Osnabrücker Oberbürgermeister-Kandidat der FDP, Robert Seidler kritisiert die Neumarkt-Situation. „Die Problemlösung dauert zu lange“, sagte er im Gespräch mit OS1TV. Der Politiktalk ist ab Mittwoch online auf www.os1.tv zu sehen.

Robert Seidler (58) ist Oberbürgermeister-Kandidat der Osnabrücker FDP. Um die Jahrtausendwende war er einer der schärfsten Kritiker der damaligen rot-grünen Ratsmehrheit und von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip. Im NOZ-Politiktalk sprachen wir mit ihm über die Dinge in der Stadt, die seiner Ansicht nach nicht richtig laufen, und das, was er besser machen möchte.Als Terrier möchte er sich wegen seiner hartnäckigen Oppositionsarbeit nicht bezeichnen lassen. „Es ist meine Neigung, einen Missstand auch ganz klar zu benennen“, urteilt der FDP-Kandidat über sich selbst. Wenn er Probleme erkenne, versuche er zu einer Lösung beizutragen: „Ich lasse mich dann auch nicht vorzeitig beruhigen.“ Das sei auch vor über zehn Jahren bei der Erneuerung der Großen Straße so gewesen. Die Bürger hätten das bei der Kommunalwahl 2001 dann entsprechend belohnt.

Seidler hofft, dass er auch diesmal wieder so viele Bürger von seinen Plänen überzeugen kann, dass es mit der OB-Wahl klappt. Den Neumarkt zum Beispiel hatte Seidler auch schon im Jahr 2000 auf dem Programm. Damals hatte er vorgeschlagen, den Platz für den Autoverkehr komplett zu sperren. „Die Situation am Neumarkt hat sich in den vergangenen 13 Jahren leider nicht grundlegend geändert“, findet der Liberale. Lediglich die eingeführte ebenerdige Überquerungsmöglichkeit werde von den Bürgern gut angenommen. Die Aufgabe des künftigen Oberbürgermeisters sieht Sieder darin, durch Gespräche mit allen Beteiligten jetzt schnell zu Lösungen zu kommen. „Die Problemlösung wartet jedenfalls viel zu lange“, findet der OB-Kandidat.

Auch für den Güterbahnhof hat Seidler ganz eigene Pläne: „Ich bin der Meinung, dass sich hier eine grüne Freizeit-Fläche unter Einbindung von Kultur geschaffen werden sollte.“ Von einem Gewerbegebiet an dieser Stelle hält Seidler gar nichts, denn das würde die Anwohner des Wallrings mit Verkehr erheblich belasten.

Auf die Frage, was von einer möglichen OB-Ära Seidler in der Erinnerung der Menschen übrig bleiben soll, sagt der Kandidat: „Für mich ist erfolgreiche Kommunalpolitik das gemeinsame Gestalten des Miteinanders und Füreinanders. Das lebe ich auch bei meiner Arbeit für den Verein ,Kinder in Not‘.“ Wenn die Menschen Verbesserungen auf diesem Gebiet mit seiner Amtszeit verbänden, wäre er zufrieden.


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