zuletzt aktualisiert vor

Fußweg bleibt vorerst geöffnet Überraschungen bei Sanierung der Angersbrücke in Osnabrück erwartet

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Seit Anfang der Woche saniert die Stadt die Angersbrücke an der Hasestraße. Die Arbeiten dürften sich bis Ende November hinziehen und mehr als eine halbe Million Euro kosten. Doch in dem alten Bauwerk könnten noch ein paar Überraschungen lauern, befürchtet Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter für Straßenbau.

In einem Fußballbericht wäre an dieser Stelle ein ungläubiges „ausgerechnet“ angemessen. Immerhin haben die Arbeiten an der Angersbrücke zur Maiwoche begonnen. Ausgerechnet.

Jeden Tag werden Hunderte und Tausende Menschen die Brücke nutzen wollen, die den Anschluss der Innenstadt an den Altstadtbahnhof gewährleistet – und über die eine Vielzahl von Buslinien verläuft. Die Maiwoche sei kein Problem, meint Schmidt. Schließlich sei zunächst nur die Fahrbahn gesperrt, die Fußgänger könnten die Brücke derzeit wie gewohnt nutzen. Und die Buslinien, die seien zum Beispiel während des Hasestraßenfestes seit jeher umgeleitet worden.

Schwieriger sei es da schon, das Ende der Bauarbeiten abzuschätzen. Der Plan sieht vor, dass die Brücke bis zum Weihnachtsmarkt saniert ist. Nötig sei das geworden, weil der Verkehr die Fahrbahn und die Entlastungsplatte über dem Brückengewölbe über die Jahre stark beschädigt hätte, sagt Schmidt. Ob der Zeitplan aufgeht, hängt vom kommenden Winter ab. „Außerdem erlebt man bei alten Brücken oft Überraschungen“, sagt Schmidt. Die Stadt will die Fahrbahn erneuern lassen, ferner soll das historische Gewölbe der Brücke saniert und die bisherige Entlastungsplatte ersetzt werden. Eine neue Stahlbetonentlastungsplatte – so wuchtig wie das Wort andeutet – werde künftig direkt auf den Brückenpfeilern ruhen, erklärt Schmidt. Dadurch werde das Gewölbe auf voller Brückenlänge und -breite entlastet.

Auch die bisherigen Fußgängerstege samt der Laternen mit ihren Kugelköpfen werden weichen müssen. An ihrer statt werden künftig Leuchtstelen vor und hinter der Brücke den neu gestalteten Übergang erhellen. Ansonsten berühren die Arbeiten das Aussehen der Brücke nicht: Die Natursteine bleiben erhalten. Alles in allem rechnet die Stadt mit Kosten von 600000 Euro. Wobei Schmidt auch bei diesem Wert noch einmal auf etwaige Überraschungen zu sprechen kommt: „Wir wissen nicht, was wir unter der alten Entlastungsplatte finden, wenn wir das Gewölbe freilegen.“

Busumleitungen

Bis Montag, 13. Mai, fahren die Linien 41, 541, 81, 82, 581–586, 610 und N8 über Nikolaizentrum, Dielinger Straße, Heger Tor, Rißmüllerplatz und Hasetorwall/Hasemauer. Ersatzhaltestellen sind an der Hasemauer stadtauswärts, auf der Hasebrücke stadteinwärts. Ab Dienstag, 14. Mai, gilt diese Regelung weiterhin. Stadtauswärts fahren die Busse aber zur Haltestelle „Hasetor“ stadteinwärts. Dort drehen sie zur gegenüberliegenden Haltestelle „Hasetor“ (stadtauswärts) – „Hasetor“ stadteinwärts findet kein Fahrgastwechsel statt. Die 51, 52, 53 und N5 halten stadteinwärts gegenüber dem Bahnhof Altstadt.

Informationen zum Busverkehr auf www.osnabrueck.de/78013.asp und www.vos.info


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN