Osnabrück: Oberbürgermeister-Wahl Wolfgang Griesert jubelt über das beste Ergebnis

Applaus für den OB-Kandidaten: Wolfgang Griesert feiert nach 46,46 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis aller sechs Kandidaten. Foto: Gert WestdörpApplaus für den OB-Kandidaten: Wolfgang Griesert feiert nach 46,46 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis aller sechs Kandidaten. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Der CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Wolfgang Griesert hat mit 46,5 Prozent das beste Ergebnis aller sechs OB-Kandidaten in Osnabrück. Beim Eintreffen auf der Wahlparty in der Gaststätte Rampendahl genießt er das Bad in der Menge.

Jubel brandet auf, als Wolfgang Griesert die Wahlparty um 20.35 Uhr betritt. Es wirkt fast wie inszeniert. Denn trotz eines für die CDU sensationellen Ergebnisses bei der Bundestagswahl ist die Stimmung im Rampendahl bis dahin fast noch verhalten und erreicht erst bei Grieserts Eintreffen ihren Höhepunkt. Der 55-Jährige, der die drei Stunden zuvor mit seiner Familie verbrachte, genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit, das Bad in der Menge und das Blitzlichtgewitter. Nervös fragt er: „Wer hat Zahlen? Ich brauche Zahlen.“

Als er den Zwischenstand hört: „46 Prozent Griesert, 34 Prozent Bornemann“, pustet der frühere Stadtbaurat tief durch und schiebt lächelnd hinterher: „Das ist doch hervorragend.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Burkhard Jasper und seinem Wahlkampfteam tritt er vor die Christdemokraten und ruft ihnen zu, dass 46 Prozent bei sechs Kandidaten ein tolles Ergebnis seien. Zum Abschluss der emotionalen Rede wirft der dreifache Familienvater einen Blick auf die Stichwahl: „Am 6. Oktober feiern wir nicht nur meinen Geburtstag, dann rocken wir das Rathaus.“ Kein CDU-Mitglied hält es in der urigen Gaststätte jetzt noch auf dem Stuhl.

Griesert ist der Star des Abends, auch wenn es nicht zur absoluten Mehrheit reicht. Dazu fehlen aber auch nur vier Prozent. Mit einem Bier in der Hand will er sich dennoch nicht fotografieren lassen. „Das ist als Oberbürgermeister bei der Maiwoche angemessen, aber jetzt noch nicht.“ Der gebürtige Krefelder erinnert sich, dass er auch 2006 im ersten Wahlgang das beste Ergebnis aller sechs Kandidaten hatte, bei der Stichwahl aber dennoch gegen Boris Pistorius (SPD) unterlag. „Damals hatte ich im ersten Wahlgang zwei Prozent Vorsprung zu Pistorius, jetzt habe ich zwölf Prozent zu Bornemann“, betont er. Zwei Wochen harter Wahlkampf stehen jetzt bevor. Griesert weiß, dass die Wahlbeteiligung entscheidend sein wird und die Stichwahl am 6. Oktober in die Herbstferien fällt.


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