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Zusammenrücken angesagt Nach 35 Jahren schließt das Osnabrücker Ratsgymnasium seine Außenstelle in Eversburg

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<em>Beim Abschied vom Standort Eversburg:</em> Lothar Wehleit, Ulrich Schiermeyer, Rita Rieping (Hauptschule) Stefan Knoll (Leiter IGS) und Hermann Hilker Foto: Uwe LewandowskiBeim Abschied vom Standort Eversburg: Lothar Wehleit, Ulrich Schiermeyer, Rita Rieping (Hauptschule) Stefan Knoll (Leiter IGS) und Hermann Hilker Foto: Uwe Lewandowski

Osnabrück. In Eversburg endete am Donnerstag eine Ära in der Osnabrücker Schullandschaft. Die Außenstelle des Ratsgymnasiums wurde geschlossen.

Hermann Hilker nimmt sich die Brille ab. „So, ich mache dann also die Tür zu. Nach meinen 26 Jahren ist es, als ob man sein Zuhause verliert“, stellt der Leiter der Außenstelle Eversburg des Ratsgymnasiums fest. Es scheint, als habe er eine Träne im Auge, vielleicht ist es aber auch nur der Nieselregen. Am Donnerstag verabschiedeten sich das Lehrerkollegium und die Schüler nach 35 Jahren von dem Standort.

Wegen des Regens warf das Festkomitee die Pläne für den Abschied um: Ursprünglich sollte diese mit einem Umzug von Schülern und Lehrern über den Westerberg enden. Die Rats-Kapelle sollte die Gesellschaft zum Hauptstandort der Schule begleiten. So aber verblieb die Festgesellschaft in der Aula an der Eversheide.

Dort erinnerte Schulleiter Lothar Wehleit an die Anfänge der Außenstelle, die am 16. Juni 1976 beschlossen wurde. Damals habe der Grundsatz gegolten: „Die Schule kommt zu den Schülern“. Die Stadtvorderen und die Schulleitung wollten den Schülern in den Randgebieten der sich ausdehnenden Stadt einen komfortablen Besuch einer weiterführenden Schule ermöglichen. Für die Lehrer sei das oft weniger angenehm gewesen, sagte Wehleit. Sie mussten zum Teil mehrfach an einem Vormittag zwischen dem Hauptstandort an der Hans-Böckler-Straße und der Eversheide pendeln.

Doch es habe sich gelohnt. „35 Jahre lang war das Rats für die Familien in den Einzugsgebieten da“, sagte Wehleit und verwies auf die kleinen Klassen und Kursgrößen, auf die gute Ausstattung der Räume und auf die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen von Haupt- und Realschule. Diese werden in den kommenden drei Jahren ebenfalls das Gebäude verlassen, in dem nun die Integrierte Gesamtschule untergebracht wird.

„Es war nicht nötig, dass ich oft hier sein musste“, lobte Wehleit Hermann Hilker und dessen Vorgänger für die Leitung der Außenstelle. Dann wandte er sich an die Schülerinnen und Schüler, die im neuen Schuljahr bis in die Innenstadt fahren müssen: „Ihr kommt im Grunde in eine neue Schule.“ Dort werden neue Lern-Container errichtet. Aber: „Wir rücken gern für euch zusammen“, betonte Wehleit.

Anlässlich der Verabschiedung hat das Kollegium gesammelt: 1556,64 Euro sind so zusammengekommen. Den Scheck überreichte Ulrich Schiermeyer, der Leiter der Realschule, Martina Axmann von der Kinderkrebshilfe. Sie will das Geld für neues Spielmaterial und ein Camp verwenden.


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