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Konzert im Lutherhaus Two Hearts in Ten Bands stellt sich in Osnabrück vor

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              <b>Zwei Herzen schlagen,</b> ach, in gleich zehn Bands: Two Hearts in Ten Bands. <Cust strParam="FH">Foto: Promo</Cust></p>

Zwei Herzen schlagen, ach, in gleich zehn Bands: Two Hearts in Ten Bands. Foto: Promo

Osnabrück. Eine Halluzination? Da steht tatsächlich eine Sängerin mit einem sogenannten Keytar auf der Bühne. Dieser Zwitter aus Keyboard und Gitarre zum Umhängen war schon in den Achtzigerjahren ein Instrument, an dem sich die Geister schieden: Die einen fanden es komplett affig, wenn Keyboarder Uwe Fahrenkrog-Petersen damals in der Band von Nena damit posierte, während Jazzer wie Herbie Hancock heute noch damit auf der Bühne stehen. Im Lutherhaus sorgt jetzt Sarah Steinbrecher damit für Aufsehen. Sie ist die Hauptsängerin der Gruppe Two Hearts In Ten Bands, die im Lutherhaus eine Art Premiere feierte.

Zwar gibt es die Gruppe um die Zwillingsschwestern Sarah und Sina schon seit letztem Jahr, aber erst im Januar stieß Katrin Remmert zur Formation, um den vokaldominierten Sound mit eigenwilligen Gitarrenklängen aufzupeppen. Jetzt legte das Quintett in Osnabrück eine Probe ab.

Doch zunächst betrat „Der wahre Jakob“ die Bühne des „Lokalteils“, der Veranstaltungsreihe, die neuen regionalen Bands ein Forum bietet. Die eher ruhigen, hintersinnigen Songs, die mit Blockflöte, Gitarre, Akkordeon, Bassgitarre und Schlagzeug vorgetragen wurden, entbehrten nicht des Witzes – vor allem das Fußball-Lied „Wenn Deutschland verliert“ in Zeiten der EM. So empfing das Publikum positiv eingestimmt die Two Hearts in Ten Bands.

Nach poppigem Alternative Country hört es sich an, wenn Sarah und Sina ihre kräftigen Stimmen in den Wettbewerb schicken. Aber es kann in Songs wie „Back To Hell“ auch folkig werden oder rockig, wenn die Band „Stand Still“ interpretiert, einen reifen Song, der durch die Gitarre von Remmert Stimmung macht.

Wie es sich für aufstrebende, junge Bands gehört, hat man vom bedruckten T-Shirt über CD bis hin zu Tischlampen im Two Hearts In Ten Bands-Design nicht nur das passende Merchandising im Angebot. Darüber hinaus sorgen auch diverse Gastmusiker wie der mit „Osnabrücker Urgestein“ angekündigte Heinz Rebellius und Boozed-Sänger Markus Strothmann für Abwechslung. Zu Herzen gehen vor allem zwei mit Cellist Raphael Rahe eingespielte Songs: das wirklich gelungene „Basket Case“ von Green Day im Akustik-Gewand sowie Sinead O’Connors „Nothing Compares To You“. Diese Zwillinge sind stimmlich wirklich firm und gut aufeinander abgestimmt.


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