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Gegen Zwangsprostitution Osnabrücker CDU fordert Bordell-Steuer

<em>Laufhaus-Bordell</em> in der Osnabrücker Eisenbahnstraße. Foto: Archiv/Michael HehmannLaufhaus-Bordell in der Osnabrücker Eisenbahnstraße. Foto: Archiv/Michael Hehmann

Osnabrück. Die CDU-Ratsfraktion hat angekündigt, in der Ratssitzung am Dienstag einen Antrag auf Veränderung der Vergnügungssteuersatzung zu stellen. Ziel: Prostitution soll in Osnabrück besteuert werden.

Bereits im Mai sei auf Initiative der Rats-CDU eine Resolution gegen jegliche Form der Zwangsprostitution und des Menschenhandels in Osnabrück verabschiedet worden, betonen die Christdemokraten in einer Pressemitteilung.

Nun fordert die Fraktion nach Angaben ihres Vorsitzenden Fritz Brickwedde, dass sexuelle Vergnügungen „in beispielsweise Bordellen, Laufhäusern oder aber auch in Wohnwagen oder Kraftfahrzeugen“ vergnügungssteuerpflichtig werden.

Zunehmend sei zu beobachten, „dass auch in diesen Bereichen Zwangsprostitution und Menschenhandel stattfindet und dort ungehindert und vor allem unkontrolliert agiert werden kann“, betont Brickwedde.

Die CDU erhoffe sich mit einer Änderung der Vergnügungssteuersatzung Mehreinnahmen für die Stadt, hege aber auch die Hoffnung, „dass Dinge, die bisher im Untergrund blieben, nun an die Öffentlichkeit kommen und gezielt kontrolliert werden können“.

In Münster, Stuttgart, Oberhausen, Köln und Bonn gebe es bereits entsprechende Regelungen.


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