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Beraten, helfen und vermitteln MS-Kontaktgruppe Osnabrück besteht seit 30 Jahren

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Sozialarbeiterin Monika Hellmann (sitzend) und Vorsitzende Claudia Schütt sind ein eingespieltes Team. Foto: privatSozialarbeiterin Monika Hellmann (sitzend) und Vorsitzende Claudia Schütt sind ein eingespieltes Team. Foto: privat

Osnabrück. Die Multiple-Sklerose-Kontaktgruppe Stadt und Landkreis Osnabrück feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Schwerpunkte der Arbeit sind es, Kontakt zwischen den Betroffenen herzustellen, Beratungsgespräche anzubieten sowie in Fachvorträgen das Wissen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten weiterzugeben.

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Da eine Vielzahl verschiedener Symptome auftreten kann, wird MS auch die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ genannt. Etwa 150000 Betroffene gibt es zurzeit in Deutschland, circa 900 in Stadt und Landkreis Osnabrück.

Auch wenn Selbsthilfegruppen nicht immer in der Öffentlichkeit stehen, spielen sie doch eine wichtige Rolle, wenn die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bewältigt werden muss. Für die Betroffenen ist es schwierig, Freunden oder Angehörigen ihre Sorgen und Empfindungen mitzuteilen. Genau an diesem Punkt bietet die MS-Kontaktgruppe ihre Unterstützung an. „Informieren ist eben besser, als den Kopf in den Sand zu stecken: MS ist nicht heilbar, aber wir können helfen, damit zu leben“, erklärt Vorsitzende Claudia Schütt, die selbst seit 24 Jahren an MS erkrankt ist.

Besonders in den altersspezifischen Gruppen, deren Treffen sowohl in den Räumen der MS-Kontaktgruppe als auch im Landkreis stattfinden, wird die Möglichkeit zum Kennenlernen, zum Austausch und gemeinsamen Unternehmungen genutzt.

Der Verein bietet darüber hinaus Hilfe in der von ihm seit 13 Jahren aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanzierten Beratungsstelle an. Sozialarbeiterin Monika Hellmann berät die Betroffenen: „Ich bin Ansprechpartnerin für alle, die neben der medizinischen Betreuung auch Hilfe im Alltag benötigen – bei ganz praktischen Dingen wie beispielweise Unterstützung bei Anträgen oder Kontakt mit Behörden und Vermittlung von Hilfestellungen.“

Den Veranstaltungsauftakt im Jubiläumsjahr macht am Sonntag, 15. April, von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür in der Kontaktstelle an der Magdalenenstr. 33. Am 16. Mai findet von 14 bis 18 Uhr in der Osnabrückhalle das 13. Osnabrücker MS-Symposium statt. Es ist seit Beginn im Jahr 2000 eine der größten Informationsveranstaltungen für MS-Kranke in Niedersachsen.

Kontakt: Claudia Schütt und Monika Hellmann, Telefon 0541/801499, montags, mittwochs, freitags von 9 bis 12 Uhr oder unter www.ms-kontaktgruppe.de.


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