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Kinder der Stüveschule gestalten Kunstwerk: Einen internationalen Baum Wurzeln in aller Welt

Von Henning Müller-Detert

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Der Baum des Anstoßes: Die Grundschüler haben den Baum gestaltet, ihn zieren die Namen der Kinder oder aber Flaggen von Ländern, aus denen sie kommen. Foto: Klaus LindemannDer Baum des Anstoßes: Die Grundschüler haben den Baum gestaltet, ihn zieren die Namen der Kinder oder aber Flaggen von Ländern, aus denen sie kommen. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. Viele Finger gehen nach oben: Schulleiter Martin Igelmann will von den Kindern der Stüveschule wissen, wer nicht immer in Osnabrück gewohnt hat. Aber wer verpflanzt wird, kann dennoch neue Wurzeln schlagen, dafür ist ein Baum das Symbol. Ein passendes Kunstwerk haben nun Zweitklässler zusammen mit der Musik- und Kunstschule Osnabrück geschaffen.

Gestern hatte die Schule eigens zu einer Feierstunde eingeladen, für die Igelmann mit den Mädchen und Jungen ein Lied einstudierte: „Ein Baum“. Teile des Textes trugen Schüler und Besucher auch in Albanisch, Russisch, Polnisch und Türkisch vor.

Darüber hinaus erläuterten Natalia Barth und Eva-Maria von Hammel von der Musik- und Kunstschule Osnabrück, wie es zu dem gemeinsamen Projekt gekommen war: Eine Zusammenarbeit existiert schon länger durch die Kunststation im Rahmen der Ganztagsschule. Mit dem stellvertretenden Leiter Manfred Blieffert wurde dann das Projekt „Mal mal und erzähl mal“ gestartet: Erwachsene berichteten über ihre Jugend und Heimat, was die Kinder anschließend in Bilder umsetzten.

Darauf folgte dann der Baum. Der soll insbesondere Zusammenhalt darstellen, so Igelmann: „Wir sind eine Schule und lernen gemeinsam.“ Zunächst machten die Zweitklässler Skizzen und Modelle. Die Stüveschule stellte dann ein Grundgerüst zur Verfügung, das mit Maschendraht weitergeformt wurde.

Gestaltet wurde das Kunstwerk auch mit überklebtem Zeitungspapier oder aber bunten Seidenpapierbögen als Krone. Für eine Spielhöhle im Baum webten die Kinder sogar einen Teppich. Der Baum wurde zudem mit Fotos der Schüler und eingearbeiteten Flaggen verschönert, außerdem zieren Ländernamen die Wurzeln. Künftig kann dann das Kunstwerk mit den Namen kommender Schüler erweitert werden.

Das Projekt wird aber noch in eine ganz andere Richtung fortgeführt: Igelmann möchte Eltern zu gemeinsamen Musikstunden in die Schule einladen, wo es ebenfalls um ihre Erlebnisse gehen wird. Dazu möchte der Schulleiter das Lied „Ein Baum“ mit Kindern, Lehrern und Eltern für das nächste Fest der Kulturen einüben.


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