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Erstes Vertikalwindrad Stadtwerke Osnabrück errichten neuen Windquirl am Nettebad

Stadtwerkeleute richten das erste große Osnabrücker Vertikalwindrad auf (v.l.): Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann, Projektleiter Tobias Wilken, Leiter Bäder Wolfgang Hermle. Foto: Egmont SeilerStadtwerkeleute richten das erste große Osnabrücker Vertikalwindrad auf (v.l.): Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann, Projektleiter Tobias Wilken, Leiter Bäder Wolfgang Hermle. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück.Das Nettebad hat ein neues Wahrzeichen: Das wie ein Riesen-Teigrührgerät aussehende Windkraftwerk der Stadtwerke Osnabrück AG ist ein sogenanntes Vertikalwindrad – das erste dieser Größe in Osnabrück. Am Mittwoch richteten zwei Mitarbieter einer Spezialfirma die 18 Meter hohe Anlage auf.

„Quiet Revolution“ heißt das britische Produkt und es soll im November ans Netz gehen. Die Spitzenleistung der Windkraftanlage ist mit fünf Kilowatt im Vergleich zu den Windrädern auf dem Piesberg klein. Aber die Stadtwerke wollen direkt an der Einfahrt zu ihrem größten Bad zeigen, dass sie auf regenerative Energien setzen. Sie ist teilfinanziert von den Ökostromkunden und soll ein Vorzeigeobjekt für innovative dezentrale Energieerzeugung sein. „Diese Anlage soll Wegbereiter sein für weitere kleine vertikale Windräder in der Region“, sagte Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann bei der Errichtung am Nettebad.

Bei vertikalen Windrädern verläuft die Antriebswelle für den Strom-Generator senkrecht. Die Windflügel aus kreisen wie ein Karussell um den Mast. Die Technik gilt zwar als nicht ganz so wirkungsvoll wie die der verbreiteten Horizontal-Windmühlen, biete jedoch Vorteile, wie Fachleute sagen: Die Anlage muss nicht in den Wind gedreht werden und läuft schon bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten. Die Geräuschbelastung und der Schattenschlag sind kleiner.


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