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Erste Ausgabe der „Feder“ „Wir machen das, was uns interessiert“

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<em>Jeden Freitag</em> treffen sich Kristina Tworek, Dorina Wolowitsch, Dora Köhler, Tobias Schomaker und Paul Marr (von links) zur Redaktionssitzung. Foto: Egmont SeilerJeden Freitag treffen sich Kristina Tworek, Dorina Wolowitsch, Dora Köhler, Tobias Schomaker und Paul Marr (von links) zur Redaktionssitzung. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Auf dem Tisch stehen Laptops und Kekse. Fünf junge Leute sitzen darum, jeder hat Papier vor sich, um Notizen zu schreiben. Jeden Freitag trifft sich die Redaktion von „Die Feder“ im Haus der Jugend. Bislang veröffentlichten die Nachwuchs-Journalisten ihre Artikel im Internet. Jetzt liegt die erste Printausgabe vor.

Seit 2008 oder 2009 gibt es „Die Feder“. Das weiß niemand mehr so genau. „Wir sind die zweite Generation“, sagt die 17-jährige Dora Köhler, die als Chef-Redakteurin fungiert, damit die Organisation in einer Hand ist, erklärt Tobias Schomaker (17). Sie und Dorian Wolowitsch (17), Martin Dahms (16) sowie Kristina Tworek (16) sind über die Reporterkids zum Schreiben gekommen. Paul Marr (22) ist über Freunde in die Redaktion der „Feder“ gerutscht.

Alle Mitarbeiter haben Spaß an ihrer Sache und sind motiviert. Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Sitzungen im Haus der Jugend. „Wir arbeiten auch zu Hause“, sagt Tobias Schomaker.

Ihre Themen finden sie irgendwo zwischen Politik und Kultur. „Wir sind auf nichts beschränkt“, sagt Dorin Wolowitsch. „Wir machen das, was uns interessiert“, ergänzt Dora Köhler. In der aktuellen Ausgabe haben sie über die Verleihung des Preises „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ an die Osnabrücker Stiftung „KidCourage“ und den Deutschen Videospiel-Preis geschrieben und ein Interview mit Sänger Sebastian Wurth geführt, dem jüngsten Teilnehmer bei DSDS.

Ihr Handwerk, so sagen die jungen Redakteure, haben sie bei den Reporterkids erlernt. „Wichtig ist uns aber auch das Feedback der Leser und Gespräche mit anderen Presse-Leuten“, sagt Paul Marr. Da die Jugendlichen eigenverantwortlich und im Team arbeiten, lernen sie viel von sich selbst, sagen sie.

Die erste Ausgabe der Feder konnten die Jugendlichen mit ein wenig Unterstützung der Stadt und durch eigene Kraft finanzieren. Sie haben 1000 Euro beim Wettbewerb „Ideeninitiative Zukunft“ von dm gewonnen. Ein Teil des Geldes ist in den Druck der ersten „Feder“ geflossen. Wann die nächste Ausgabe erscheint, ist noch unklar. Das hängt von der Themenfindung, der Zeit und dem Geld ab.

Die Redaktion der „Feder“ sucht noch weitere Mitarbeiter, die Spaß am Schreiben haben. Die Jugendlichen treffen sich jeden Freitag um 17.30 Uhr in Raum 14 in der 1. Etage im Haus der Jugend. Weitere Infos unter www.diefeder.net.


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