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113 potenzielle Lebensspender Typisierungsaktion und zwei Knochenmarkspender bei der Osnabrücker Firma Osma-Aufzüge

Von Henning Müller-Detert

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Dickes Dankeschön bei der Typisierungsaktion (von links): Hartmut Klipsch, Ansgar Pohlmann, Albert Schenk und Kai Stallkamp. Foto: Hermann PentermannDickes Dankeschön bei der Typisierungsaktion (von links): Hartmut Klipsch, Ansgar Pohlmann, Albert Schenk und Kai Stallkamp. Foto: Hermann Pentermann

Georgsmarienhütte/Osnabrück. Die GMHütter Stiftung „Hilfe für Petra und andere“ hat einen weiteren Unterstützer gefunden: Bei der Firma Osma-Aufzüge fand eine Typisierungsaktion statt, 113 Mitarbeiter folgten dem Aufruf. Das Osnabrücker Unternehmen kann aber noch weitere gute Nachrichten verkünden: Zwei Mitarbeiter waren erst kurz zuvor als Stammzellenspender in Erscheinung getreten.

Albert Schenk, Geschäftsführer von Osma-Aufzüge, war durch den an Leukämie erkrankten Sohn eines Niederlassungsleiters auf die Arbeit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufmerksam geworden: „Wir sind für das Thema sensibilisiert worden und möchten dazu beitragen, dass sich mehr Menschen registrieren lassen.“ Der naheliegende Partner für eine Typisierungsaktion war die Petra-Stiftung, aus deren Tätigkeit mittlerweile gut 700 Knochenmark- und Stammzellenspender hervorgegangen sind.

Der Stiftungsvorsitzende Ansgar Pohlmann und sein Stellvertreter Hartmut Klipsch kamen allerdings nicht allein in die Räumlichkeiten des Unternehmens, um das aktuelle Vorhaben zu besprechen. Vielmehr nutzten sie die Gelegenheit auch für ein Dankeschön an Kai Stallkamp und Heinz-Jürgen Schäfer, die Anfang des Jahres Stammzellen für an Leukämie erkrankte Menschen gespendet hatten.

Stallkamp wird bereits seit 2002 in der Datei potenzieller Lebensspender geführt, Schäfer sogar schon seit 1999. Schäfer war schon einige Male angeschrieben worden, dass seine Gewebemerkmale mit denen eines erkrankten Menschen übereinstimmen könnten. Dieses Mal war es allerdings kein Fehlalarm. Der 42-Jährige spendete daher im Februar Stammzellen für eine belgische Frau. Sein Kollege Stallkamp wurde bereits einen Monat vorher in die Uniklinik Münster gebeten. Er weiß, dass seine Stammzellen an einen 36-jährigen Italiener gingen. Der Maschinenbaumechaniker gibt allerdings zu, dass die Vorbereitungen nicht ohne waren: Die Schmerzen seien „schon heftig“ gewesen, da er sich über fünf Tage morgens und abends Spritzen mit einem Stammzellenaufbaupräparat in die Bauchdecke setzen musste. „Das war es auf jeden Fall wert, wenn man damit ein Menschenleben retten kann“, sagt der 33-Jährige.

„Es funktioniert nur, wenn der Arbeitgeber mitspielt“, betont Stallkamp. Mehrmals musste er zu Ärzten, um sowohl seine Gewebemerkmale wie auch seine Gesundheit testen zu lassen. Für Schenk war dies eine Selbstverständlichkeit: Nicht nur, dass das Unternehmen einen Beitrag habe leisten können. Die Typisierungsaktion schweiße die Mitarbeiter auch zusammen, ist er überzeugt. Um möglichst viele der Kollegen zu gewinnen, wurden sie über Intranet, persönliche Anschreiben wie auch mit Plakaten und auf der Weihnachtsfeier auf das Vorhaben hingewiesen. Und das erfolgreich: 113 der Mitarbeiter sind nun in der Datenbank registriert. Dazu werden in den 17 Niederlassungen des Betriebs weitere Kollegen ihre Gewebemerkmale bestimmen lassen.


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