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Derby in Hollage Greift Dodesheide zum Strohhalm?

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<em>Sebastian Kröger.</em>
              Foto: Hermann PentermannSebastian Kröger. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Der Neustart wird zum Stotterstart. Nicht ganz unerwartet müssen sich die Landesligisten beim Auftakt des zweiten Saisonabschnitts in Geduld üben. Nachdem die Fußballer von BW Hollage am vergangenen Wochenende tatenlos bleiben mussten, trifft es diesmal die Kicker des SV Bad Rothenfelde: Die Partie beim VfB Oldenburg II wurde frühzeitig abgesagt.

Wohl dem, der in dieser ungemütlichen Jahreszeit auf einen Kunstrasenplatz ausweichen kann. Was auch für die Blau-Weißen in Hollage gilt, die nach wochenlanger Vorbereitung heiß auf den ersten Wettkampf sind. Der Gegner SSC Dodesheide weckt bei manchem Hollager ungute Erinnerungen. Entführten die Osnabrücker doch beim letzten Aufeinandertreffen am Benkenbusch drei Punkte. Durch Tore von Tim Stein und Artöm Pfannenstiel (heute Melle) gewann der spätere Absteiger am 3. Oktober 2010 völlig überraschend mit 2:1.

„Es wäre schön, wenn wir das wiederholen könnten. Das würde uns sicher einen Motivationsschub geben“, meint SSC-Akteur Sebastian Rüther mit Blick auf die prekäre Tabellensituation – mit nur 12 Punkten tragen die Dodesheider die rote Laterne der Liga. Für den Ex-Lechtinger hat das Duell gegen Hollage schon seit Jugendzeiten ganz besondere Bedeutung. „Hollage ist eben die Nummer eins in der Gemeinde. Das war für uns immer schon ein großer Reiz“, sagt der 29-Jährige, der mit einem weiterem Ex-Lechtinger die Innenverteidigung bildet: Timo Schimmöller.

Auch auf Hollager Seite trifft Rüther einen früheren SFL-Kollegen wieder: Stürmer Sebastian Kröger trug zudem auch schon das SSC-Trikot. Nicht nur vor dem Zwei-Meter-Mann zeigt Rüther Respekt. „Die Hollager Offensive ist mit Mursel Smakolli, Max Tolischus und Nico Schwegmann super besetzt“, weiß der PR-Mann des VfL Osnabrück. Und sollte es am Sonntag nach sechs Niederlagen wieder nicht zum Sieg reichen, erwartet Rüther schwere Zeiten: „Mit jedem Spieltag sinkt natürlich die Hoffnung.“ Sein Erfolgsrezept: „Endlich die individuellen Fehler abstellen.“

Auf die Rückkehr des beim 0:2 in Spelle schmerzlich vermissten Torjägers Ustim Schröder hofft der SC Melle bei der Heimpremiere 2013. In der Partie gegen die abstiegsgefährdeten Germanen aus Leer (sechs Punkte aus den letzten neun Spielen) soll der 14-fache Saisontorschütze – nur der Bad Rothenfelder Patrick Fiß ist mit 18 Treffern besser – auf dem Melos-Platz wieder für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen. Auch wenn beim 2:1-Testspielerfolg gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Schledehausen am Dienstag noch nicht alle Räder ineinandergriffen, wird ein Sieg am Sonntag fast zur Pflicht.


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