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Doping bei der Tour de France Kommentar: Contador unter Verdacht

Von Michael Jonas

Unter Verdacht: Alberto Contador während der Tour und gestern nachdenklich. Fotos: dpaUnter Verdacht: Alberto Contador während der Tour und gestern nachdenklich. Fotos: dpa

jon Osnabrück. Wenn sich der Doping-Verdacht gegen Toursieger Alberto Contador bestätigt, wird der ohnehin schon ramponierte Ruf des Radsports auf das Schwerste beschädigt.

Die Glaubwürdigkeit der gesamten Branche steht auf dem Spiel - wieder einmal. Wie dumm kann man nur sein, sich während der Tour de France auch nur annähernd dem Verdacht auszusetzen, gedopt zu haben? Wahrscheinlich geht es nur über die Einnahme unerlaubter Mittel, die zum Teil übermenschlichen Strapazen zu überstehen.

Contador führt die positive Probe auf eine Verunreinigung von Nahrungsmitteln zurück. Das kann er jemandem erzählen, der noch an das Gute im Radsport glaubt. Doch das scheint es nicht zu geben.

Aus den Betrügereien der Vergangenheit haben einige Profis offenbar nichts gelernt. Dass der Verdacht stets mitfährt bei großen Radsportveranstaltungen, ist nicht verwunderlich. Im Fall Contador ist es sogar gravierend. Sein Name verschwand vor vier Jahren aus der Kundenkartei des mutmaßlichen Dopingarztes Fuentes. Jetzt ist er wieder aufgetaucht. Und mit ihm alle bösen Vorahnungen, dass der Radsport nach wie vor aus Lug und Trug besteht.