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105 „Buddy Bears“ Im Osnabrücker Zoo sind die Bären los

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Osnabrück. Der Künstler Hiram Cohen aus Uruguay muss gewusst haben, dass das Fußballteam seines Landes Südamerika-Meister wird. Cohen verpasste seinen Buddy-Bären das himmelblaue Nationaltrikot Uruguays und schickte ihn nach Osnabrück, wo der Plastikbär jetzt neben 104 anderen bunten Gesellen die Besucher anlächelt.

Neben dem Affenfelsen stehen sie aufgereiht – der Bär aus Kuba (von Nancy Torres) mit mächtiger Havanna im Maul neben dem schwedischen Abgesandten im Nachthemd (von Laila Olofsson) und dem Freiheitsbären mit Fackel aus den USA (von Bill C. Ray). Fröhlich bunt mag es Gio Di Sera aus Italien (im Bild rechts), Pierre Patricio aus den Philippinen lässt seinen Bären Adlerfedern tragen.

Die „Buddy Bears“ sind die Botschafter von 105 Nationen, gestaltet jeweils von einem heimischen Künstler. Die Skulpturen touren seit Jahren durch die Welt und werben für Frieden, Freundschaft, und Toleranz. Angefangen hat alles in Berlin im Juni 2001. Vor dem KaDeWe wurde die „Buddy Bär Berlin Show“ eröffnet. Auf Straßen und Plätzen der Hauptstadt sollten sich Berliner und Touristen einfach nur an den bemalten Bärenskulpturen erfreuen, die Freundlichkeit und Optimismus ausstrahlen. Daraus wurde eine weltweite Künstleraktion, gezeigt in 21 Ländern auf allen Kontinenten. Es gibt die Buddy-Bären im Zwei-Meter-Großformat, die sich in diesem Sommer auf dem Kurfürstendamm in Berlin aufreihen. Und als Ein-Meter-Mini-Buddys, die jetzt im Osnabrücker Zoo posieren.

Der Anlass liegt auf der Hand: Der Zoo feiert in diesem Monat sein 75-jähriges Bestehen und hat gerade das neue Bärengehege in „Kajanaland“ eröffnet. Die neuen Stars in der Nordeuropa-Welt sind Tips und Taps, die Mischlingsbären, die 2004 einer Liaison von Eisbär Elvis und Braunbär Susi entsprungen sind. Jahrelang schämte sich der Zoo eher für die beiden, denn sie galten als Ergebnis einer nicht artgerechten Tierhaltung. Aber jetzt sind sie die Botschafter des Klimawandels. Denn inzwischen gibt es den Nachweis, dass die Erderwärmung die Lebensräume von Eis- und Braunbär zusammenrücken lässt.

Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann sah in Tips und Taps und den Buddy-Bären eine optimale Verknüpfung: „Das passt alles zum Zoo, es wird eine Botschaft vermittelt, und wir können damit eine positive Spendenaktion verbinden“, sagt Busemann.

Mit der Ausstellung unterstützen Unternehmen und die fünf Rotary Clubs der Region über Bären-Patenschaften soziale Projekte. Busemann erläutert das Konzept: „Wir haben 80 Bären verpatet. Mit dem Geld werden die Bärenanlage, UNICEF und soziale Projekte in der Region mit 40000 Euro unterstützt.“ Im Raum Osnabrück erhalten „Kijuba – ich schaffe es“, ein psychologisches Angebot für Kinder krebskranker Eltern, und Gecko, der Förderverein des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück, finanzielle Unterstützung. Die Firma Hellmann Worldwide Logistics sorgte für den Transport der 105 Bären nach Osnabrück.

Die Mini-Buddys bleiben bis Oktober. Ministerpräsident David McAllister wird die Ausstellung am 17. August offiziell eröffnen.


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