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Frische Farbe für den Bahnhof

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Bis Ende 2010 soll der Umbau abgeschlossen sein. Fotos: Michael HehmannBis Ende 2010 soll der Umbau abgeschlossen sein. Fotos: Michael Hehmann

Ein bisschen mehr wie früher soll der Osnabrücker Hauptbahnhof bald aussehen und noch dazu energetisch aufgewertet werden: Denn von den 300 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen der Bundesrepublik, mit denen in ganz Deutschland Bahnhöfe saniert werden sollen, fließen 840 000 Euro nach Osnabrück.

„Ein ganz schöner Brocken“, freut sich Bahnhofsmanager Axel Sauert. Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis pflichtet ihm bei, dass Gelder aus dem Konjunkturpaket I für viele kleinere Maßnahmen an möglichst viele Stellen verteilt worden seien, Osnabrück jedoch eines der größeren Projekte darstelle. Wofür soll das Geld eingesetzt werden?

Fenster: Nach Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz werden alle weißen Gitterfenster an den Seitenflügeln durch braune Holzfenster ersetzt. Bislang gab es einen Mix aus Kunststoff- und Holzfenstern, damit ist jetzt Schluss. „Der Bahnhof war früher bereits mit braunen Holzfenstern ausgestattet, wir nähern uns damit also dem ursprünglichen Äußeren wieder an“, erläutert Sauert. Durch das Holz und eine bessere Verglasung wird der Bahnhof zudem besser isoliert. Der Austausch der Fenster soll im März beginnen.

Bahnhofshalle: Die 115 Jahre alten Mauern des Bahnhofes sind bereits dick, da muss in Sachen Isolierung nicht groß nachgebessert werden, doch die Fugen sollen noch einmal genauer untersucht werden. Zudem erhält die Halle einen neuen Anstrich. „Beim Farbton sind wir uns noch nicht ganz sicher“, sagt Sauert. Aber etwas wärmer und heller als das derzeitige „Mausgrau“ sollte es sein. „Ein Cremeton, denke ich.“

Von den derzeit blaugrau gestrichenen Säulen in der Halle soll die Farbe abgelöst und anschließend geprüft werden, ob die Säulen in Naturfarbe belassen werden können. „Wir wissen noch gar nicht, wie viele Farbschichten sich darunter verbergen und ob es möglich ist, die Säulen einfach nur zu versiegeln“, so Sauert. Auch dieser Umgestaltung muss zunächst der Denkmalschutz zustimmen. Zusätzlich erhält der Bahnhof eine neue Beleuchtungsanlage.

Dach: Am Dach soll eine Dämmung angebracht werden. Alles in allem dürfte sich der Wärmedämmwert des Gebäudes nahezu halbieren.

Heizung: Die Heizung im Kellerraum soll erneuert und gegen eine Brennwerttherme ausgetauscht werden.

Warteraum: Der Wartebereich soll neu gestrichen und die Decke künftig indirekt beleuchtet werden. Zudem können nach dem Umbau Bahnreisende hier auf einer Leinwand Informationen über Ankünfte und Abfahrten sowie kleinere Filme über die Deutsche Bahn und Zugfahrten sehen. Auch die Werbetafeln sollen verschwinden und durch Bilder ersetzt werden. Sauert denkt bereits über eine Kooperation mit einer Kunstklasse der Universität nach, „aber das sind nur erste Überlegungen“.

Ende dieses Jahres will die Deutsche Bahn ihre Sanierungsarbeiten abschließen. Doch damit ist es am Bahnhof nicht getan: Bis 2013 werden auch die Oberflächen der Bahnsteige und das Wegeleitsystem erneuert. Die Mittel dazu stammen aus dem Programm „Niedersachsen ist am Zug 2“.


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