zuletzt aktualisiert vor

OsnaMUN Simulation der Vereinten Nationen für Osnabrücker Schüler und Studenten

Von Antje Rybak

<em>Liebe Delegierte...Studenten schlüpfen bei der zweiten OsnaMUN in die Rolle von UN-Abgeordneten Foto: Seiler" title="Liebe Delegierte...": Studenten schlüpfen bei der zweiten OsnaMUN in die Rolle von UN-Abgeordneten Foto: Seiler" class="input-block-level">Liebe Delegierte...": Studenten schlüpfen bei der zweiten OsnaMUN in die Rolle von UN-Abgeordneten Foto: Seiler

Osnabrück. Eigentlich treffen die Vereinten Nationen sehr weit entfernt sehr wichtige Entscheidungen. Doch in diesen Tagen hieß es in Osnabrück wieder: „Welcome to the second OsnaMUN!“ – „Willkomen zur zweiten OsnaMUN.“ Ein Wochenende lang diskutierten bei dem Planspiel „Model United Nations“ 70 Schüler und Studenten über „Religionsdiffamierung versus Meinungsfreiheit“ und debattierten über Mittel zur Bekämpfung des Terrorismus.

Dilek Gürsel, die Europäische Studien an der Uni Osnabrück studiert und zum ersten Mal an einer UN-Simulation teilnimmt, vertrat dabei den Iran: „Ich wollte gerne eine krassere Position vertreten.“ Und die habe sie beim Thema Terrorismus auch bekommen.

„Bei einer MUN soll die Arbeitsweise der Vereinten Nationen nachempfunden werden“, erläutert Annabel Tesch, Studentin für Europäische Studien und Mitorganisatorin der OsnaMUN. Alles, was man dafür mitbringen müsse, sei Interesse an internationaler Politik und gute Englischkenntnisse – denn die Simulation findet komplett auf Englisch statt.

Eine Sitzung der OsnaMUN läuft dann etwa so ab: Nachdem sich alle Länder gemeldet und sich für oder gegen eine Abstimmung geäußert haben („The delegation is present and voting“), kommen die Delegierten in zwei verschiedenen Debatten zusammen. In der formellen Debatte äußern sie sich zum Thema und schlagen ihre Lösungen vor. Danach haben die Vertreter in kleinen „Mauschelgruppen“ die Möglichkeit, mit anderen Ländern, die eine ähnliche Position vertreten, zu kooperieren. In der abschließenden Abstimmung sollen die Länder dann möglichst auf eine gemeinsame Resolution kommen.

In die Regeln eingeführt wurden die Schüler und Studenten vorab durch einen Workshop. „Es ist aber jedem freigestellt, wie sehr er sich vorbereitet“, sagt Tesch. Diese Vorbereitungen könne jeder vorher zu Hause treffen, indem er sich über „sein Land“ und dessen Positionen informiert.

Mit der zweiten OsnaMUN sind die Organisatoren vollauf zufrieden: „Die Arbeitsatmosphäre war in beiden Komitees äußerst konzentriert, und auch die Teilnehmer waren motiviert und engagiert.“

Annabel Tesch, die schon an der großen internationalen MUN in New York teilgenommen hat, erinnert sich an ihre erste Teilnahme: „Beim ersten Mal ist es schon kompliziert.“ Aber im Laufe der Sitzungen lerne man schnell dazu. Auch dieses Jahr gab es Schüler und MUN-Anfänger, die anfangs zurückhaltend waren, aber von den Erfahreneren ermutigt wurden, sich an den Diskussionen zu beteiligen. Schließlich haben alle Teilnehmer des Planspiels ein gemeinsames Ziel, wie Sarah Müller, Jurastudentin und Generalsekretärin der OsnaMUN in ihrer Rede erklärte: Man wolle die Welt verändern. Aber dafür müsse man erst verstehen, worum sich die Welt eigentlich dreht – und vor allem wie sie sich dreht.


1 Kommentar