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Umweltzone Grüne Plaketten kontrolliert: „Stinker“ sind kaum noch in Osnabrück unterwegs

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Osnabrück. Es gibt kaum noch Autofahrer, die ohne grüne Plakette in die Osnabrücker Innenstadt fahren. Das ist die Erkenntnis aus einer Kontrolle, die am Donnerstag an der Iburger Straße stattfand. Fast alle, die ohne die vorgeschriebene Plakette erwischt wurden, saßen am Steuer von Autos mit moderner Abgastechnik. Bezahlen mussten sie trotzdem.

„Die Schonfrist ist vorbei“; meinte Detlef Gerdts, der Leiter des Fachbereichs Umwelt. Seit 14 Monaten dürfen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Dieselfahrzeuge nur noch mit Rußfilter und Benziner nur noch mit geregeltem Katalysator die Umweltzone befahren.

Die Kontrolle, bei der die Stadt mit der Polizei kooperierte, fand am Vormittag im strömenden Regen statt. 1684 Fahrzeuge wurden angehalten, aber nur 39 beanstandet. Fast alle wegen der formalen Unvollkommenheit in Gestalt der fehlenden Plakette. Nur ganz wenige, weil sie als „Stinker“ gegen die Abgasvorschriften verstießen.

Auffallend viele der „Plakettensünder“ kamen aus den Nachbarkreisen Steinfurt, Herford und Gütersloh. Wer sich auf Unkenntnis der Osnabrücker Regelung berief, musste dennoch sein Portemonnaie zücken. 40 Euro sieht der Bußgeldkatalog für das Befahren einer Umweltzone ohne gültige Plakette vor, in Kürze sollen es 80 Euro sein.

Ins Visier der Aufpasser geriet selbst der Fahrer eines großen Sattelschleppers, der mit seiner neuesten Technik sogar die Euronorm 6 erfüllt. Nicht kontrolliert wurde hingegen, ob die Fahrzeuge tatsächlich mit der Abgastechnik ausgestattet sind, die mit der Plakette ausgewiesen wird.

Fachbereichsleiter Detlef Gerdts unterstrich nach der Aktion, dass es nicht um eine Formalie gehe. Durch die Einführung der Umweltzone sei es der Stadt gelungen, die Feinstaubgrenzwerte in Osnabrück einzuhalten.

Anders sehe es bei den Stickstoffdioxidwerten aus. Obwohl es dafür seit 2010 europaweit verbindliche Grenzwerte gebe, könne die Stadt Osnabrück – ebenso wie vielen andere Städte – ihre Einhaltung noch nicht garantieren. Zurzeit würden die Grenzwerte um etwa 20 Prozent überschritten. Ausgerechnet diese Stickoxide entstammten aber zu 80 Prozent dem innerstädtischen Verkehr.


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