Ermittler entdecken DNA Mordfall Christina: Nach 25 Jahren hat Polizei neue Spur

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Osnabrück. Vergewaltigt, umgebracht und im Gebüsch liegen gelassen: Vor 25 Jahren starb die kleine Christina in Osnabrück, jetzt rollt die Polizei den Fall neu auf. Die Ermittler haben bei einer neuartigen kriminaltechnischen Untersuchung von Kleidungsstücken der damals Neunjährigen eine Spur entdeckt.

„Wir haben eine männliche DNA gefunden, die wir als mögliche Täter-DNA einstufen müssen“, erklärte Polizist Uwe Hollmann unserer Zeitung.

Christina war am 27. November 1987 umgebracht worden. Der Mörder konnte nie gefasst werden. Zwei kurzzeitig Tatverdächtige mussten aufgrund wasserdichter Alibis wieder freigelassen werden. Im Frühjahr 1988 wurde die Mordkommission in Osnabrück aufgelöst.

Ein Datenbankabgleich der DNA-Spur habe keinen Treffer ergeben, so Ermittler Hollmann. Jetzt geht die Polizei noch einmal in die Offensive: Am 17. April soll über die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ein Zeugenaufruf gestartet werden. Auf mögliche Hinweisgeber wartet nach wie vor die Belohnung, die damals von der Staatsanwaltschaft ausgelobt worden ist: 5000 DM beziehungsweise mittlerweile 2500 Euro.

Weitere Hintergründe zu dem Mord an Christina sowie Artikel unserer Zeitung aus den 80er-Jahren hat noz.de im vergangenen Jahr in einem Artikel zusammengefasst. Hinweise zum Fall nimmt die Polizei in Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/3270 entgegen.


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