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Brandschutzübung Ikea in Osnabrück evakuiert - Etwa 1000 Kunden mussten Gebäude verlassen

Von Benjamin Kraus


Osnabrück. Räumung bei Ikea in Osnabrück: Heute um 10.32 Uhr mussten plötzlich alle Mitarbeiter und Gäste das Einrichtungshaus an der Rheiner Landstraße verlassen. Alle Betroffenen reagierten ruhig und besonnen - ihnen konnte zudem nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden.

„Zuerst gab es eine Durchsage: Sicherheitscode in der Betten- und Büroabteilung. Wenig später wurden wir über Lautsprecher informiert, dass wir sofort das Haus verlassen sollen“, berichtete eine betroffene Kundin gegenüber unserer Zeitung. Die Besucher des Restaurants hätten ihr Frühstück stehen lassen müssen, vor dem Haus auf dem Parkplatz habe es einen durchaus erwähnenswerten Menschenauflauf gegeben.

„Wir hatten eine Brandschutzübung unter Realbedingungen“, klärte Einrichtungshauschefin Sandra König gegenüber unserer Zeitung auf. Nur drei Leute hätten darüber Bescheid gewusst: Sie selbst, ihr Stellvertreter und der Brandschutzbeauftragte. Trotzdem standen nach zehn Minuten alle 97 Mitarbeiter und etwa 1000 Kunden vor der Ikea-Filiale. „Ruhig, schnell und sicher“ sei die Räumungsübung verlaufen, so König.

„Wir wollten das unter Realbedingungen machen, aber natürlich nicht zu einer Zeit, zu der die Bude brechend voll ist“, erklärte König. Nach einer codierten Lautsprecherdurchsage um 10.27 Uhr hatten die Ikea-Mitarbeiter die Räumung des Kinderlandes eingeleitet und sich auf die Evakuierung des gesamten Hauses vorbereitet. Diese sei durchgeführt worden, als um 10.32 die offizielle Lautsprecherdurchsage mit der Aufforderung, dass alle Kunden nach draußen gehen sollen, abgespielt wurde. Schon um 10.39 habe König die Bestätigung erreicht, dass das Haus komplett geräumt sei - woraufhin Ikea seine Pforten für die Kunden wieder öffnete.

Die Räumungsaktion führt Ikea ein- bis zweimal im Jahr durch, um im Ernstfall eine schnelle und sichere Räumung unseres Gebäudes gewährleisten zu können. Die Probe habe laut König einige Erkenntnisse gebracht: Der Gefahrenherd müsse nächstes Mal in der Durchsage für die Werksfeuerwehr genauer benannt werden, um Zeitverlust bei etwaigen Gegenmaßnahmen zu vermeiden. Zudem sollten im reinen Übungsfall die Kunden auf dem Parkplatz künftig unterrichtet werden. „Heute sind einige direkt weggefahren. Hätten sie gewusst, dass sie weiter einkaufen können, wären sie vielleicht geblieben“, so König.

Laut König nehmen Polizei und Feuerwehr meistens an der Übung teil. Diesmal sei die Übung nur in Eigenregie durchgeführt worden.


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