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Phänomenal in die Saiten gegriffen

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Osnabrück. Diese beiden Männer haben ihre Hände an den Saiten – wie der Projektname Hands On Strings schon verkündet. Aber wie die Gitarristen Thomas Fellow und Stephan Bormann Hand an die Saiten ihrer Instrumente legen, ist wahrlich phänomenal. Vor allem, wenn sie pfeilschnelle Melodielinien synchron greifen und zupfen, wird einem vom Hinschauen schwindelig. Dennoch gehen die beiden nicht akademisch zu Werke, indem sie dem Postulat schneller, höher, virtuoser folgen. Nein, mit viel Gefühl interpretieren sie wohltönende Instrumentalstücke.

Folk, Klassik, Latinosounds und Jazz rührten die beiden jetzt im Lutherhaus zu einer Melange, die so eigenwillig daherkommt, dass man sie eigentlich nur als den typischen Hands-On-Strings-Stil bezeichnen kann. Schön ablesen lässt sich das bei selbst geschriebenen Stücken wie „Chewbacca“ oder „Loco“. Die Musiker wechseln sich als Solospieler und Begleiter ab, was zu ganz unterschiedlichen Klangbildern führt. Bormann wechselt häufig die Gitarren-Modelle, was grundsätzlich für Soundvielfalt sorgt. Bei der bereits erwähnten Star-Wars-Widmung „Chewbacca“ wählt Bormann beispielsweise eine halbakustische Gitarre, mit der er hallige Elektro-Effekte erzeugt. Oder er greift zur kleinen Oktav-Gitarre, um mit Fellow den 80er-Jahre-Hit „Conga“, im Original von der Miami Sound Maschine, zu interpretieren.

Ob Afrika oder Brasilien, ob Tirol oder Mallorca, die Welt ist auf der Bühne zu Hause, wenn sich Bormann und Fellow die musikalischen Bälle zuwerfen. Zum Beispiel, wenn sie sich Astor Piazollas „Libertango“ vornehmen. John Williams’ Titelmelodie zum Film „Schindlers Liste“ oder die ans Herz gehende Melodie aus dem Film „Orfeu Negro“ – gerade die besinnlichen Stücke zeigen das hohe Niveau.


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