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Fit für den Ball Zwölf Osnabrücker tanzen für „Oskar“: os1.tv startet ab Sonntag die erste eigene Tanzserie zum Presseball



Osnabrück. „Fit für den Ball – Tanzen für den guten Zweck“ heißt die erste Doku-Serie des regionalen Fernsehsenders os1.tv, die ab Sonntag, 18.50 Uhr, ausgestrahlt wird. Ein Kamerateam begleitet dabei zwölf Osnabrücker Persönlichkeiten auf ihrem Weg zum großen Auftritt beim Presseball am 10. November im Theater am Domhof.

Sie werden trainiert von den Tanzprofis Patsy Hull-Krogull und Michael Hull. Durch Sponsoren der TV-Reihe sollen Spenden für „Oskar“, das Kinder- und Jugendtheater für Stadt und Land Osnabrück, gewonnen werden.

„Ich bin der geborene Fred Astaire aus Schottland“, sagt John McGurk fröhlich, als er beim ersten Training in der Tanzschule Hull passend im Schottenrock die Bildfläche betritt. Doch hier geht es nicht um Stepptanz, sondern um den Wiener Walzer: „Die Seitbewegung hast du schon super gemacht, die Haltung war auch super“, lobt Michael Hull seinen Schüler, der gerade die allerersten Tanzschritte seines Lebens aufs Parkett bringt. Mit dem Einsatz für die gute Sache kennt sich McGurk jedoch aus: In 19 Jahren sammelte er bereits 800000 Euro für Not leidende Kinder mit seinen Marathonläufen zusammen. So hat er auch nicht lange überlegt, als ihn die os1.tv-Chefredakteurin Claudia Puzik fragte, ob er – wie alle Teilnehmer in der Freizeit – für „Oskar“ tanzen will. Auch Neue-OZ-Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke zögerte da nicht: „Das wird Spaß machen. Das ist überhaupt keine Frage gewesen, dass ich da mitmache.“

Und das sind die teilnehmenden Tanzpaare: Sandra Gagliardi, Geschäftsführerin der Osnabrückhalle, tanzt mit Antonius Fahnemann, Präsident des Landgerichts Osnabrück, Heike Fischer, Polizeipräsidentin aus Osnabrück, mit Ralf Geisenhanslüke, Claudia Puzik mit John McGurk, Marathonläufer, Renate M. Fuchs, Geschäftsführerin von „per se! e.V.“, mit Klaus Fiening, Brandamtmann, Ulla Weller, Sopranistin, mit Hardy Schwetter alias Christian Steiffen, Entertainer, und Ira Klusmann, Direktorin des Steigenberger-Hotels Remarque, mit Andreas Busemann, Zoo-Geschäftsführer. Letzter fühlt sich bereits nach zwei der insgesamt nur drei Tanzstunden auf dem Parkett sicher: „Uns kann ja nichts passieren: Schließlich haben wir die Feuerwehr sowie die Polizei an unserer Seite und – falls sich jemand über unsere tänzerischen Fähigkeiten beschwert – auch juristischen Beistand.“

Das Konzept für die Doku-Serie mit einem abschließenden Auftritt aller Tanzpaare auf dem Presseball stammt von Claudia Puzik in Kooperation mit Michael Hull und Patsy Hull-Krogull. „Beide stehen für professionellen Tanz und wurden mehrfach ausgezeichnet auch für ihr Engagement für Menschen mit und ohne Behinderung. Die Idee für das Tanzformat hatte ich auch deswegen, weil beide auch Entertainer sind und ein großes Gespür für Menschen haben. Das braucht so eine Serie“, weiß Puzik.

Das Tanztraining beginnt schon mal am Sonntag um 9 Uhr. Das sei eine besondere Herausforderung, geben Christian Steiffen und Ulla Weller zu: „Wir sind schließlich aufgrund unseres Berufs Nachtmenschen.“ In ihrem jeweils ersten Einzeltraining müssen alle Paare zunächst vortanzen. Mit professionellem Blick auf die tänzerischen Fähigkeiten und den Charakter des jeweiligen Paares wählen die Trainer danach einen individuellen Standard- oder Lateintanz aus. Die Chemie zwischen den Teilnehmern, die sich auf diesem Parkett größtenteils vorher noch nie begegnet sind, scheint ab der ersten Drehminute zu stimmen – und ebenso die mit den Tanzlehrern. Mit viel Vergnügen, Selbstironie und Ehrgeiz werden die Schritte erarbeitet.

Ab Sonntag, 21. Oktober, zeigt der Fernsehsender os1.tv täglich um 18.50 Uhr eine neue Folge der insgesamt 21 zehnminütigen Beiträge. Der Zuschauer kann dabei die zwischenmenschlichen und tänzerischen Fortschritte nachvollziehen von der ersten Begegnung bis zum ersten Gruppentraining, bei dem die Trainer verraten, welches Tanzpaar beim gemeinsamen Wiener Walzer aller Paare den Takt angeben wird. Es werden unter anderem die Fragen geklärt, wie Ulla Weller mit einem Tanz zurechtkommt, den sie nie lernen wollte, und welches Tanzpaar bereits über einen Anschluss-Tanzkurs nachdenkt. Vor allem aber wird gezeigt, ob die weiblichen Führungskräfte einfach kommentarlos die Führung abgeben. Die erste Folge dreht sich um Renate M. Fuchs und Klaus Fiening. Der Presseball-Bericht wird am 16. November ausgestrahlt.


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