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Mitglieder von „nwerk“ verabschieden kritische Resolution zum neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz Energiegenossenschaft investiert 600000 Euro

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Osnabrück. Die Bürger-Energiegenossenschaft „nwerk“ hat mittlerweile über 150 Mitglieder, die insgesamt mehr als 125000 Euro an Genossenschaftsguthaben eingebracht haben.

Otto Wetzig, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, sagte bei der dritten Generalversammlung: „Wir haben mit unseren bisher errichteten sechs Fotovoltaikanlagen mehr als 600000 Euro investiert. Damit wird die Bürger-Energiegenossenschaft in den nächsten Wochen den Zeitpunkt erreicht haben, an dem wir bilanziell alle unsere Mitglieder in 2011 komplett mit Sonnenstrom versorgt haben.“ Vorstand und Aufsichtsrat zogen vor knapp fünfzig Mitgliedern Wetzigs Fazit: „Insgesamt können wir zufrieden sein.“

Aloys Graw, Klaus Kuhnke und Tobias Wewers, die bisherigen Aufsichtsräte, wurden in ihrem Ehrenamt bestätigt und einstimmig wieder gewählt.

Die „nwerk“-Genossenschaftsmitglieder verabschiedeten eine Resolution zur aktuellen Energiepolitik: „Die Generalversammlung der Energiegenossenschaft ,nwerk‘ missbilligt die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und speziell die darin vorgesehene übermäßige Absenkung der Fotovoltaik- und Windenergieeinspeisevergütung (onshore) aufs Schärfste und lehnt diese ab.“

Atomausstieg und Klimaschutz erforderten verlässliche Rahmenbedingungen: Vergütungssätze, die nach wie vor die Wirtschaftlichkeit von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland garantierten. „Unabhängige, dezentrale, sichere und bezahlbare Energieversorgung funktioniert nur über eine massive Steigerung erneuerbarer Energien unter breiter Bürgerbeteiligung“, heißt es in der Resolution.

„nwerk“-Aufsichtsrat Klaus Kuhnke: „Wir haben das starke Gefühl, dass die Bundesregierung den Energiekonzernen, sozusagen als Entschädigung für den Ausstieg aus der Atomenergie, mit der Neufassung des EEG einen Gefallen tun will.“ Milliardenschwere Großprojekte wie Windenergie weit vor den Küsten oder Sonnenstrom aus der Wüste, an denen allein die großen Stromkonzerne beteiligt seien, würden mit dem neuen Gesetz erheblich bessergestellt. Kleine und mittlere Projekte in den Regionen würden dagegen massiv benachteiligt. „Aber nur dezentral und mit starkem Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist die Energiewende zu schaffen. Und allen Widerständen der großen Konzerne zum Trotz werden wir das auch schaffen“, glaubt Otto Wetzig.

Infos: www.nwerk-eg.de


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