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Neuer Krimi der Potter-Autorin Kein Rowling-Rummel in Osnabrück: Buchhandlungen von Leser-Ansturm verschont

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Rot-Gelb leuchtet der Stapel Rowling-Bände bei Bücher Wenner. Azubi Thorben Fritsche baut ihn auf. Aber vorgezogene Öffnungszeiten wie bei der „Potter-Mania“ gab es nirgendwo. Foto: Jörn MartensRot-Gelb leuchtet der Stapel Rowling-Bände bei Bücher Wenner. Azubi Thorben Fritsche baut ihn auf. Aber vorgezogene Öffnungszeiten wie bei der „Potter-Mania“ gab es nirgendwo. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Fünf Jahre nach Erscheinen des letzten „Harry Potter“-Bands ist am Donnerstag weltweit das erste „Nach-Potter-Buch“ von Joanne K. Rowling erschienen. In den Buchhandlungen der Osnabrücker Innenstadt geht der Verkauf von „Ein plötzlicher Todesfall“ unspektakulär los.

Mit „Ein plötzlicher Todesfall“ begibt sich die weltberühmte Autorin sozusagen auf nichtmagisches „Muggel“-Terrain und erzählt vom gesellschaftlichen Leben im fiktiven englischen Städtchen Pagford rund um das plötzliche Ableben des Gemeinderatmitglieds Barry Fairbrother – eine Story, die weniger Hype-tauglich zu sein scheint als die Abenteuer des bebrillten Zauberschülers. Die Buchhandlungen in der Osnabrücker Innenstadt reagieren jedenfalls gelassen auf das neue Rowling-Werk . Zwar sind sowohl bei Thalia als auch bei Wenner die Bücher mit dem rot-gelben Cover in Nähe des Eingangsbereichs platziert. Dennoch gab es weder vorgezogene Ladenöffnungszeiten noch einen auffallend starken Kundenandrang. Das Interesse der Vormittags-Kundschaft war relativ normal: Während sich bei Thalia eine Dame für das DVD-Angebot interessierte, blätterte eine andere in einem Band mit Hundefotos.

Auch in den Buchhandlungen Wenner und zur Heide sah alles nach einem hysterielosen Verkaufstag aus. Bei Wenner baute Azubi Thorben Fritsche Rowlings „Plötzlichen Todesfall“ neben Büchern von Ken Follett auf, während man bei zur Heide gelassen mutmaßte, Rowlings Einstieg in die Erwachsenenliteratur habe wohl auch etwas damit zu tun, dass die „Harry-Potter“-Fans mittlerweile erwachsen geworden seien.

Die Osnabrückerin Stefanie Herrschel, die als eine der ersten Kunden das Buch bei Wenner erworben hat, will damit allerdings ihre Schwester zum 60. Geburtstag beschenken. In ihrer Familie seien sie alle „Harry Potter“-Fans, und zudem habe sie den ganzen Medienrummel interessant gefunden. Es ist eben alles relativ normal.

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