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Haarwuchs ist genetisch bedingt Woher kommen die Locken?

Von Christian Satorius

<em>Lockenkopf:</em> Kinderstar Shirley Temple. Foto: dpaLockenkopf: Kinderstar Shirley Temple. Foto: dpa

Osnabrück. Einige Menschen haben glatte Haare , andere wiederum haben Locken. Manche sind naturgegeben, bei anderen wurde chemisch nachgeholfen. Doch wieso sind Haare eigentlich lockig oder glatt?

Haare üben ja auf manche Leute eine unwahrscheinliche Faszination aus. Auf den französischen Romancier Gustave Flaubert zum Beispiel, der, wenn er an Haare dachte, dann so Sachen sagte, wie: „Haar! Wundervoller Mantel des Weibes in Urzeiten, als es noch bis zu den Fersen herabhing und die Arme verbarg.“ Nun gut, er wird sicherlich seine Gründe für solche Sprüche gehabt haben. Aber mal von der Länge abgesehen, warum sind Haare eigentlich lockig oder auch glatt? So ein Haar hat ja sozusagen zwei Enden, wovon wir in der Regel aber nur eines zu Gesicht bekommen, das andere steckt in unserer Kopfhaut. Dieses andere Ende nennt sich Haarwurzel oder auch Follikel.

Am Ende dieses Endes, also quasi am untersten Boden des Follikels, befindet sich die sogenannte Haarzwiebel und genau auf die kommt es an. Sie kann nämlich grundsätzlich auf zweierlei Arten geformt sein: einmal auf eine relativ gerade Weise und einmal auf eine recht krumme, eher golfschlägerartige. Nun ist es ganz einfach. Aus den gekrümmten Haarzwiebeln entwachsen lockige Haare, während aus den geraden immer nur gerade kommen. Die Form der Haarzwiebeln, und somit auch die der Haare, ist genetisch bedingt und wird vererbt. Die Haare wachsen dann pro Tag bis zu einem halben Millimeter, in einem Jahr kann sich das auf durchaus 15 Zentimeter summieren. Die meisten Haare haben übrigens blonde Menschen, so 150000, während rothaarige lediglich auf etwa halb so viele kommen. Bis zu einhundert Stück davon fallen uns Tag für Tag aus. Und wenn sie dann nicht nachwachsen, bekommen wir Probleme damit, größere Körperteile wie Arme und Beine unter ihnen zu verbergen. „Leider“, würde Gustave Flaubert wohl sagen.


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