„Mankiller“-Elefant Luka Kommentar: Kein Monster

Von Sebastian Stricker

<em>Der Asiatische Elefant Luka </em>soll als Zuchtbulle im Osnabrücker Zoo für Nachwuchs sorgen. Foto: Sebastian StrickerDer Asiatische Elefant Luka soll als Zuchtbulle im Osnabrücker Zoo für Nachwuchs sorgen. Foto: Sebastian Stricker

Osnabrück. Ein Elefant ist, auch in Gefangenschaft, ein wildes Tier. Haltungsbedingt vielleicht sogar das gefährlichste Wildtier in Menschenhand.

Denn kein anderes hat nach vorherrschender Expertenmeinung so viele Todesopfer gefordert. In Deutschland sind mindestens 93 Vorfälle mit 12 Toten und 52 Verletzten belegt. Diese den Elefanten anzulasten ist falsch: In den allermeisten Fällen haben Menschen die folgenschweren Angriffe durch ungeschützten Kontakt erst möglich gemacht.

Am Schölerberg steht mit Bulle Luka also kein Monster, sondern ein hochsensibles Tier, das Respekt verdient und fordert. Überall dort, wo Luka mit der gebotenen Um- und Vorsicht gehalten wurde, blieb er unauffällig, geradezu friedlich. Beste Voraussetzungen also für eine gute Zeit in Osnabrück: Denn in kaum einem anderen Zoo in Deutschland ist die Erfahrung in der Hands-off-Haltung von Elefanten so groß.