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Sieben auf einen Streich Drei Mehrlingsgeburten an einem Tag im Klinikum

Von Claudia Sarrazin


Osnabrück. Am vergangen Donnerstag war ordentlich etwas los im Klinikum Osnabrück sowie auf der dortigen Frühgeborenenstation des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO): Gleich drei Mehrlingsgeburten – zwei Zwillingspärchen und einmal Drillinge – sowie sechs Einzelgeburten hielten die Ärzte und das Pflegepersonal auf Trab.

„Wir haben bei uns 1250 bis 1300 Geburten pro Jahr und davon sind rund 50 Mehrlingsgeburten. Aber drei an einem Tag, das ist schon sehr selten“, berichtete die leitende Oberärztin Dr. Helga Brachmann-Michalski. Damit bei einem möglichen Notfall alle Säuglinge perfekt hätten versorgt werden können, kam zur Drillingsgeburt extra noch ein dritter Kinderarzt aus dem CKO-Standort am Marienhospital ins Klinikum am Finkenhügel. Aber alles lief glatt, auch wenn Alexander, Filip und Maximilian Middelberg etwas zu früh geboren wurden und deshalb noch eine Weile im Krankenhaus bleiben müssen. Ihre Eltern, Sandra und Wolfgang Middelberg, hatten gleich auf dem ersten Ultraschallbild gesehen, dass sie Drillinge erwarten. „Wir haben uns riesig gefreut, das war ein positiver Schock“, so Sandra Middelberg. Und ihr Mann ergänzt augenzwinkernd: „Für Nachwuchs ist bei der Kunsthandlung Hülsmeier jetzt jedenfalls gesorgt.“ Um sich auf die logistische Herausforderung vorzubereiten, die ein Leben mit Drillingen so mit sich bringt, haben die Middelbergs schon vor der Geburt ihrer Kinder Kontakt zu anderen Drillingseltern aufgenommen und sich mit ihnen ausgetauscht. Außerdem werden die Großeltern der drei Jungs den Eltern helfen, und der Staat unterstützt Drillingseltern bei der Finanzierung einer Haushaltshilfe. Während die Drillinge unplanmäßig am Mittag zur Welt kamen, eilte Julia Goldbeck schon morgens um 5.30 Uhr ins Krankenhaus. „Ich war einen Tag vorher noch zur Vorsorge, und da hieß es, meine beiden würden wohl noch etwas brauchen“, so die Zwillingsmutter, bei der dann doch alles ganz fix ging. Auch ihre Kinder Helge und Lina werden noch ein paar Tage auf der Frühgeborenenstation des CKO am Finkenhügel bleiben. „Aber ich weiß, sie sind in guten Händen. Das ist ein tolles Team hier, und wir fühlen uns richtig wohl“, so Goldbeck entspannt.

Auch die dritten Mehrlingseltern, Bettina Becker und ihr Mann Jan-Hendrik Determann, sowie ihre Zwillinge Lina und Henry sind wohl auf. Bei ihnen verlief die Geburt planmäßig, und die ganze Familie kann gemeinsam am Mittwoch nach Hause. Dann wird Determann seine Frau die ersten vier Wochen daheim unterstützen, bevor er wieder anfängt zu arbeiten. „Ich hoffe, ich habe dann alles alleine im Griff“, so die strahlende Zwillingsmutter. „Wir lassen jetzt erst einmal alles auf uns zu kommen, und freuen uns, dass unsere beiden schon so fit sind“, erklärte Determann mit einem der beiden Zwillinge auf dem Arm.