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Mehr Bewegungsangebote für Schüler aus Schinkel

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Die Stüveschule hat sich aufgemacht, eine „bewegte“ Schule zu werden. Nicht nur in den Pausen und den Sportstunden, sondern während des ganzen Schultages bekommen die Schülerinnen und Schüler Bewegungsangebote, die den Unterricht auflockern sollen. Ein neues Spielgerät lädt nun auch am Nachmittag zum Klettern und Balancieren ein.

Begeistert klatschten Kinder, Eltern und Lehrer Beifall, als das Spendenschild enthüllt wurde. 10700 Euro hatte der Förderverein des Lions Clubs Osnabrück-Penthesilea gestiftet. Die Stadt Osnabrück finanzierte die notwendigen Erdarbeiten. Zwei Löwenköpfe sind auf dem Spendenschild des Lions Clubs abgebildet, und stark wie Löwen sollten die Kinder durch die vielfältigen Angebote auf dem Schulhof auch werden, sagte Schulleiter Martin Igelmann in seiner kurzen Ansprache. Im Anschluss konnten die Kinder ihr neues Spielgerät erobern und bei vielen anderen Spielideen ihre Beweglichkeit unter Beweis stellen.

Die Kinder im Stadtteil Schinkel wüchsen in einem Stadtteil auf, der ihnen wenig Möglichkeiten und Angebote für eine gesunde motorische Entwicklung biete. Es fehlten wohnortnahe Freiflächen und attraktive Spiel- und Sportplätze.

Viele Eltern arbeitslos

Viele Eltern seien nicht in der Lage, diesen Mangel zu kompensieren. Oft fehle schon das Geld für die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Über 40 Prozent der Eltern seien arbeitslos, viele Familien lebten in verdeckter Armut oder hätten geringe Einkommen.

Igelmann wies darauf hin, dass viele Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern stammten. Oftmals wüssten die Eltern nicht, dass ausreichende Bewegung für eine gesunde Entwicklung unbedingt notwendig sei. Zudem fürchteten viele Elter um die Sicherheit ihrer Kinder und ließen sie daher ungern allein auf der Straße oder dem Spielplatz spielen.

Die neuen Spielgeräte sollen besonders den Gleichgewichtssinn und die Geschicklichkeit der Kinder schulen. Wichtig sei, dass möglichst viele Kinder während der Pause Gelegenheit hätten, die Spielgeräte zu benutzen, führte Igelmann aus.

Eine Schaukel könnten beispielsweise während der Pause nur sehr wenige Kinder benutzen. Das Federbalancierbrett könne hingegen gleichzeitig von vielen Kindern benutzt werden, die versuchten, sich gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Den Niedrigseilgarten könnten ebenfalls sehr viele Kinder während der Pause durchklettern.


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