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Sicherheit zumMitnehmen Osnabrücker Firma bietet Notruf-App an

In einer Notsituation können Hilfesuchende per Smartphone-App Alarm auslösen.  Foto: Elvira PartonIn einer Notsituation können Hilfesuchende per Smartphone-App Alarm auslösen. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Sicherheit ist die Kernkompetenz der Firma Röwer, die vor 65 Jahren in Osnabrück gegründet wurde. Jetzt gibt es diese Sicherheit auch zum Mitnehmen. Mit der neuen App „Mein Notruf“ für Smartphones können Menschen, die sich in Gefahrensituationen befinden, innerhalb kurzer Zeit Hilfe holen.

1977 meldete Röwer das Patent für Einbruch-, Überfall- und Brandmeldeanlagen, Videoüberwachung und Zutrittskontrollsysteme an. Schon damals habe er überlegt, wie Sicherheit mobil gemacht werden konnte, sagt Geschäftsführer Lothar Röwer.

1986 wurde die Temexcontrol GmbH von Röwer gegründet. Das ist eine Notrufzentrale, die rund um die Uhr besetzt ist. Dort gehen jetzt die Meldungen ein, die von der Smartphone-App ausgelöst werden.

In einem Notfall können Hilfesuchende in wenigen Schritten einen Alarm auslösen. Die App „Mein Notruf“ wird nach dem Download fest in der statischen Menüleiste des Handys installiert. Nachdem der Hilfesuchende das Telefon entsichert hat, drückt er auf das Symbol, und ein roter Alarmknopf erscheint. Darauf muss noch einmal gedrückt werden. Dann geht die Meldung bei Temexcontrol ein. Übermittelt werden neben dem Namen des Handybesitzers auch seine Telefonnummer und per GPS-Signal sein Standort. Ein Mitarbeiter aus der Notrufzentrale ruft den Auslöser des Alarms an und verständigt im nächsten Zug die Polizei oder den Rettungsdienst in der Dienststelle, die dem Ort des Geschehens am nächsten liegt. „Das ist die schnellste Kette, die es gibt“, meint Lothar Röwer.

Die App ist im Apple Store erhältlich und kostet pro Jahr 27,99 Euro. Es gibt sie auch als Testversion für einen Monat für 3,99 Euro oder für drei Monate für 8,99 Euro. Elf Cent vom Nettopreis pro Download fließen an den Weißen Ring, einen gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. 30 Prozent der Kosten für die Downloads erhält das Computer- und Software-Unternehmen Apple. Lothar Röwer schätzt die Anzahl der Downloads für dieses Jahr auf 10000 bis 15000.

Die Notruf-App von Röwer gibt es momentan nur für Deutschland. Sie soll in naher Zukunft auch europaweit angeboten werden. Angedacht ist auch eine App für Kinder, wo dann die Eltern angerufen werden, und für Senioren, die beim Auslösen eines Alarms Krankendaten und den aktuellen Standort des Hilfesuchenden an einen Rettungsdienst übermitteln.


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