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Künstlerin Isabel Glapa zeigt Installationen in der „Galerie Stadthaus“ Das Ende der Klarheit

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Künstlerin Isabel Glapa will mit ihren Installationen Besucher gefangen nehmen.Foto: Klaus LindemannKünstlerin Isabel Glapa will mit ihren Installationen Besucher gefangen nehmen.Foto: Klaus Lindemann

thb Osnabrück. Isabel Glapa okkupiert Räume. 2009 gestaltete sie den gesamten Zeichensaal der Universität mithilfe einer Installation. Die wurde von der Jury des Piepenbrock Kunstförderpreises mit einer Auszeichnung im Bereich Malerei bedacht. Jetzt bekam die Künstlerin, die mit fotografischen Werken auch bei der Arte Regionale präsent ist, die Chance, ihre multiplen Zeichen und Strukturen im Stadthaus 1 auszustellen.

In Kooperation mit dem Fachbereich Kunst der Universität Osnabrück wurde dort die „Galerie Stadthaus Eins.6“ eingerichtet, ein neues Forum für junge Künstler. „Galerie ist ein großes Wort für den Flur vor meinem Büro“, sagt Kulturdezernentin Rita Maria Rzyski dazu. Dennoch scheint dieser Raum probat, um hier Kunst zu präsentieren. Außerdem sei die Hemmschwelle gering für Besucher des Verwaltungsgebäudes, sich mit Kunst zu beschäftigen: „Vielleicht nutzen Bürger künftig die Wartezeit im Servicebereich, um hier in der sechsten Etage die Bilder von Isabel Glapa zu entdecken“, erklärt Rzyski.

In ganz unterschiedlichen Formaten entwickelt Glapa ihre assoziative Zeichensprache, die unter dem Einfluss des Klangs fallender Wassertropfen entstand. „Unter mir regnet es nicht mehr“ lautet der vieldeutige Titel der Ausstellung, die sehr rätselhaft daherkommt. „Der Mensch neigt dazu, nach Klarheit zu suchen. Ich will dem entgegenwirken“, sagt die Künstlerin. Eine Woche arbeitete sie an der Hängung der Bilder. Denn: Sie findet die Räume zwischen den Werken wichtig, um den Besucher gewissermaßen gefangen zu nehmen. Sie verbindet mit ihren Zeichnungen Momenthaft-Intuitives mit gesteuerten Elementen, um so ein faszinierendes Statement zu menschlicher Wahrnehmung und individuellen Verhaltenskonstrukten abzugeben.

Galerie Stadthaus Eins.6 (Flur vor dem Zimmer 616): „Unter mir regnet es nicht mehr“. Installation aus Papierzeichnungen von Isabel Glapa. Von 19. August (Eröffnung 15 Uhr) bis 13. Januar. Mo.–Mi. 8–16 Uhr, Do. 8–19 Uhr, Fr. 8–12 Uhr.


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