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3. Liga: Osnabrück marschiert, Bielefeld stürzt ab Lila-Weiße Erfolgswelle

Von Harald Pistorius | 18.09.2011, 18:56 Uhr

Gemeinsam sind sie abgestiegen, jetzt könnten die Wege der beiden Nachbarn auseinanderführen: Während der VfL Osnabrück auf einer Erfolgswelle in Richtung Spitzengruppe surft, dümpelt Arminia Bielefeld der Viertklassigkeit entgegen.

Drei „Zu-null“-Siege in Folge – das hat es in Osnabrück seit der Jahreswende 2004/05 nicht mehr gegeben. „Unglaublich, wie sich die Dinge innerhalb einer Woche ändern können“, staunte der Osnabrücker Trainer Uwe Fuchs nach dem verdienten 1:0 gegen Kickers Offenbach. 8800 Zuschauer feierten den VfL, der seit sechs Spielen nicht mehr verloren hat.

Das Tor des Tages erzielte wie schon vor einer Woche beim 1:0 im Derby gegen Preußen Münster der gerade erst nachverpflichtete Aleksandar Kotuljac. „Vor zehn Tagen hatte ich noch nicht einmal einen Job...“, staunte der 28-Jährige, der nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss zunächst keinen neuen Vertrag erhalten hatte.

Nach dem 0:4-Heimdebakel gegen 1. FC Saarbrücken herrschte Friedhofsstimmung auf der Bielefelder Alm. Heute will der krisengeschüttelte Drittligist über die Zukunft von Trainer Markus von Ahlen entscheiden.

Arminias Interimsgeschäftsführer Marcus Uhlig kündigte an, über die Trainerfrage „ergebnisoffen“ diskutieren zu wollen. Was sich nicht unbedingt wie ein Argument pro von Ahlen anhört. „Man hat mich geholt, hier was aufzubauen. Aber wenn die Vereinsführung einen Neuanfang vom Neuanfang will, muss ich das akzeptieren“, sagte der Trainer.