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Grundstück ehemaliger Kirche Osnabrück: Grundstein für die Kita an der Rappstraße in Schinkel gelegt

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Den Grundstein für die Kindertagesstätte Rappstraße legte Oberbürgermeister Boris Pistorius (rechts). In das Kupferrohr legte er einen Satz aktueller Euro-Münzen, eine Urkunde mit dem Datum der Grundsteinlegung und eine aktuelle Ausgabe der Neuen OZ. Foto: Jörn MartensDen Grundstein für die Kindertagesstätte Rappstraße legte Oberbürgermeister Boris Pistorius (rechts). In das Kupferrohr legte er einen Satz aktueller Euro-Münzen, eine Urkunde mit dem Datum der Grundsteinlegung und eine aktuelle Ausgabe der Neuen OZ. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Für Kinder ist das Spielen auf dem Gelände der ehemaligen Gnadenkirche an der Rappstraße in Schinkel verboten. Das ändert sich schlagartig im Sommer 2012. Dann wird dort eine neue Kindertagesstätte eröffnet, für die am Mittwoch der Grundstein gelegt wurde.

Mit einem Etat von 2,5 Millionen Euro wird die neue Kita auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände gebaut. Die Kosten für das Grundstück bezifferte Oberbürgermeister Boris Pistorius auf 700000 Euro. Nach Angaben von Eckhart Fasold vom Vorstand der Evangelischen Stiftungen sollen 105 Kinder in der Kita Rappstraße Platz finden. Sie werden in zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen aufgeteilt. Als Betreiber steht der Paulus-Kindergarten bereit. Der markante Kirchturm bleibt der Kita erhalten. Fasold sagte, dort solle eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden. Pastor Günter Baum von der evangelisch-reformierten Kirche regte an, eine Rutsche an den Turm zu bauen.

In seiner Ansprache an die vielen Gäste aus der Nachbarschaft, dem Rat und den Kirchen erinnerte Fasold daran, dass es einige Zweifler gegeben habe, die wegen der Aufgabe der drei evangelisch-reformierten Kirchen in Atter, der Dodesheide und Schinkel skeptisch waren. Nun konnte Fasold mit einem strahlenden Lächeln sagen, dass sie alle sinnvollen Zwecken zugeführt wurden. Die Atterkirche sei zu einem „brummenden und vitalen“ Stadtteilzentrum geworden, das unverzichtbar für die Stadt sei. Die Erlöserkirche an der Lerchenstraße biete nun ein neues Zuhause für die kleine griechisch-orthodoxe Gemeinde und 24 Menschen mit Behinderungen.

Die ehemalige Gnadenkirche sei das größte Umbauprojekt, so Fasold. Die Entscheidung sei bewusst gegen Wohnungsbau gefallen, was der Stiftung Geld eingebracht hätte. Darüber freute sich auch Oberbürgermeister Boris Pistorius, der sagte, die Grundsteinlegung sei ein schöner Tag für den Schinkel. „Die Unterversorgung mit Betreuungsplätzen in dem kinderreichen Stadtteil ist nun endlich beendet“, sagte der OB, der selbst Schinkelaner ist und lachend ankündigte, die Bauarbeiten beobachten zu wollen.

Pistorius wurde ernster, als er über die zukünftige Betreuungssituation von Kleinkindern sprach. Ende 2012 könnten 40 Prozent aller Kinder in Krippen untergebracht werden. Wenn der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz am 1. August 2013 eintrete, werde die Nachfrage noch größer sein. „Und wir werden sie nicht erfüllen können“, sagte Pistorius, der die Bundesregierung gefordert sieht, den Städten in dieser Sache beizustehen.

Zum Abschluss der harmonischen Feier, die musikalisch vom Gesangsensemble a cappella Osnabrück gestaltet wurde, legten Pistorius, Fasold und Architekt Wilhelm Pörtner einen Satz aktueller Euro-Münzen, eine Urkunde mit dem Datum der Grundsteinlegung und eine Neue OZ in ein Kupferrohr, auf deren Titelbild passenderweise die Zeichentrickfigur Wickie abgedruckt war. Die Kinder aus der Kita der Paulusgemeinde legten noch Buntstifte, Legosteine und ein selbst gemaltes Bild dazu, das die fertige Kita Rappstraße abbildete. Dann wurde das Rohr fachmännisch eingemauert.


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