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"Bahnhofsvorplatz die Visitenkarte der Stadt"

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Osnabrück (swa).
Das Ziel ist noch fern, aber ein wichtiger Schritt wurde getan. Der neu gestaltete Bahnhofsvorplatz kann nach einjähriger Bauzeit seit gestern von allen Verkehrsteillnehmern wieder genutzt werden. „Der Bahnhofsvorplatz ist jetzt zu einer echten Visitenkarte der Stadt geworden“, freute sich Stadbaurat Jörg Ellinghaus. Durch weitere Projekte werde das aufgewertete Bahnhofsviertel in etwa zehn Jahren zum Teil der Innenstadt.

Langfristig werde das Areal städtebaulich Qualität gewinnen und sein Image aufbessern. Gmeinsam mit der Bahn werde dann auch das Gelände östlich des Bahnhofs an die City angebunden. Der neue rund 14000 Quadratmeter große Bahnhofsvorplatz, „chic und funktional“, sei jetzt die Initialzündung zu diesem Langzeit-Projekt. Bis auf Details, so Ellinghaus, sei der Platz jetzt fertig. Für das wiederbelebte Hotel Hohenzollern, so Investor Fritz Scholle, sei die Verschönerung von großer Bedeutung. Vor dem Hoteleingang wird eine dreieckige Wasserfläche entstehen. Zwei Seiten des Dreiecks werden von den verlängerten Fluchtlinien der Heinrich-Heine- und der Möserstraße gebildet. Das Wasser soll permanent über den Brunnenrand in eine Überlaufrinne fließen.

Vom Bahnhofsportal aus rechts starten die Busse. Um die Orientierung zu erleichtern, so Ulf Middelberg von den Stadtwerken Osnabrück, starten die Busse von richtungsbezogenen Positionen. Ein Vorwegweiser am Bahnhofsvordach weist Bahnkunden gleich den Weg zum richtigen Bussteig. Dort werden die Abfahrtzeiten der jeweils nächsten Busse elektronisch aktualisiert angezeigt. Blickfang dieses Platz-bereiches ist das etwa 65 mal 20 Meter große ovale Glasdach über dem Bussteig. Taxis und Pkw dürfen hier nicht mehr fahren. Der Individualverkehr erreicht den Bahnhof über die Heinrich-Heine-Straße.

Zusammen mit den Bürgern soll die nach Plänen der Architekten Bofinger und Partner gestaltete Fläche am 3. September mit einem Fest unte dem Motto „Erlebnis Hauptbahnhof“ eingeweiht werden, kündigte Elmar Schmitz an, Geschäftsführer der städtischen Marketing- und Tourismus-Gesellschaft (OMT). Aus der Sicht des Toursimusmanagers ist die gute Vernetzung von Nah- und Fernverkehr wichtig, um Gäste und Investoren in die Stadt zu locken. Um Bahnkunden in Osnabrück und Umgebung mobil zu machen, haben sich im Bahnhof inzwischen eine Car-Sharing-Firma und eine Autovermietung angesiedelt, berichtete Bahnhofsmanager Hermann Bollmann. Außerdem wolle sich die Deutsche Bahn AG mit der Neugestaltung des Bahnhofs-Südflügels am Gesamtprojekt beteiligen. Der Gebäudetrakt soll Markthallen-Charakter bekommen, und von der südlichen Giebelseite wird ein Übergang zum geplanten Bahnhofs-Parkhaus entstehen.


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