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Frisch restauriert Das bunte Sonnenkunstwerk Solara ist zurück in Osnabrück

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<em>Alle Einzelteile</em> haben den Transport überstanden, die Solara wird im Beisein von Claire Ochsner (rechts) zusammengesetzt. Fotos: Gert WestdörpAlle Einzelteile haben den Transport überstanden, die Solara wird im Beisein von Claire Ochsner (rechts) zusammengesetzt. Fotos: Gert Westdörp

Osnabrück. „Ah, da ist sie ja wieder“, sagen Passanten und bleiben stehen, um sich das Spektakel anzuschauen. Seit Mittwochmittag ziert die „Solara“ erneut ihren angestammten Platz im Schlossgarten. Beim Aufbau dabei natürlich ihre Erschafferin Claire Ochsner.

„Achtung, aufpassen. Oh, ich habe Angst“, ruft die Künstlerin, als ein weiteres Teil des Sonnenmobiles durch die Luft schwebt. Doch die vielen freiwilligen Helfer sind vorsichtig und haben dennoch sichtlich Spaß am Wiederaufbau. Per Hand geht das alles natürlich nicht: Die Feuerwehr hilft und schickt vier Mann mit Kran und Drehleiter, Kulissenbauer und Techniker des Theaters legen mit Hand an. Nach und nach wird aus vielen bunten Teilen, die aus dem großen Lkw herausgeholt werden, wieder die altbekannte und von vielen geliebte Solara. Die gut geschützten Teile werden ausgepackt und aufeinander gesetzt. Und sofort beginnen sich die ersten kleinen Rädchen zu drehen.

Im Juni war die bunte Skulptur in das Atelier der Schweizer Künstlerin in die Nähe von Basel transportiert worden, um von Claire Ochser generalüberholt zu werden. Denn die Farbe war im Laufe der Jahre verblasst, der Lack bröckelte ab. Und der Knopf, der die vielen bunten Räder mithilfe einer Autobatterie auch dann in Bewegung setzt, wenn die Sonne ausnahmsweise mal in Osnabrück nicht scheint, war zerstört.

14000 Euro hatte die Stadt für die Sanierung lockergemacht, doch erst weitere Spenden und die Transportübernahme durch die Spedition Nosta machten die Sanierung möglich. Vier Monate lang hat Claire Ochsner mit ihren Mitarbeitern an der Restaurierung gesessen. „Die Bemalung habe ich selbst gemacht, dann wurde von einer Autolackiererei der Lack aufgebracht“, berichtet die Künstlerin, die eigens zum Wiederaufbau nach Osnabrück gekommen war.

Mehrere Stunden harrte auch Barbara Piepenbrink beim Aufbau aus. Die inzwischen pensionierte Lehrerin der Lüstringer Waldschule hatte sich 1999 mit ihren Schülern dafür starkgemacht, dass die Skulptur in Osnabrück bleibt. 28,50 Mark hatten die Kinder gesammelt, viele Sponsoren und die Stadt brachten den Rest der benötigten 100000 Mark zum Kauf der Skulptur auf.

Spenden werden auch weiter nötig sein – doch engagierte Bürger gibt es. So beobachtete zum Beispiel Michael Hull den Wiederaufbau. Er wird sich weiter für das Sonnen-Kunstwerk engagieren.

Sang- und klanglos meldet sich Solara nicht zurück: Am Freitag, 7. November, um 10.30 Uhr ist die offizielle Wiedereröffnung mit allen Helfern und Sponsoren.


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