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Neuer Anfang mit Sonja Ende Wirtschaftsförderung Osnabrück stellt künftige Geschäftsführerin vor

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<em>Offenes Wesen mit integrativer Kraft: </em>Sonja Ende hat ab 15. April bei der WFO das Sagen – sehr zur Freude von OB Boris Pistorius (links) und Hans-Christoph Gallenkamp, Vorstandssprecher des Vereins für Wirtschaftsförderung in Osnabrück. Foto: Jörn MartensOffenes Wesen mit integrativer Kraft: Sonja Ende hat ab 15. April bei der WFO das Sagen – sehr zur Freude von OB Boris Pistorius (links) und Hans-Christoph Gallenkamp, Vorstandssprecher des Vereins für Wirtschaftsförderung in Osnabrück. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Es ist ein Novum in der Geschichte der Stadt: Mit Sonja Ende übernimmt erstmals eine Frau das Ruder bei der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO). Die 38-Jährige tritt im Frühjahr am Natruper-Tor-Wall die Nachfolge von Geschäftsführer Wolfgang Gurk an, der im Mai in den Ruhestand geht.

Dienstantritt der gebürtigen Osnabrückerin, die viele Jahre in Afrika und Asien verbracht hat und zurzeit freiberuflich als Wirtschaftsberaterin arbeitet, ist am 15. April. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit soll der Aufbau des Innovations-Centrums Osnabrück (ICO) sein, der künftigen Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft in der Hasestadt. Darüber hinaus ist Sonja Ende, Mutter von vier kleinen Kindern und verheiratet mit einem Seezungen-Forscher der Uni Kiel, etwa für die Vermarktung der städtischen Gewerbeflächen verantwortlich. Sie soll Existenzgründern unter die Arme greifen und ansässige Unternehmen in der Stadt halten.

„Ich sehe mich als Mittler“, sagte Sonja Ende bei ihrer Vorstellung am Mittwoch im Rathaus. Sie wolle „die hervorragende Arbeit der WFO weiterführen“, zugleich aber „neue Konzepte und Methoden“ anwenden. Die studierte Verwaltungsbetriebswirtin, in den Neunzigern Auszubildende bei der Stadt Osnabrück, kann dabei von Erfahrungen profitieren, die sie auf ihrem beruflichen Weg in Norddeutschland, besonders aber im fernen Ausland gesammelt hat. „Ob Nigeria, Aserbaidschan oder Kreis Dithmarschen: Wirtschaftsförderung kämpft hier wie dort mit ähnlichen Problemen“, glaubt Sonja Ende. Kernaufgabe sei es immer, die mitunter gegensätzlichen Interessen von Unternehmen, Behörden und anderen Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Die kulturelle Vielfalt, der Sonja Ende begegnet ist, sei ihr da „eine gute Schule“ gewesen. Darüber hinaus gelte es, „gemeinsame Visionen zu entwickeln und die Leute im Prozess mitzunehmen“.

Ein Ansatz ganz nach dem Geschmack von Stadt Osnabrück und dem Verein für Wirtschaftsförderung in Osnabrück, jeweils 50-prozentige Teilhaber der WFO. Beide sähen den nahenden Wechsel an der Spitze ihrer Gesellschaft als „Gelegenheit, bestimmte Dinge anders zu machen“, wie Oberbürgermeister Boris Pistorius es formulierte. Die „Generation der Entscheider“ in den Unternehmen sei heute eine andere, daher brauche es jemanden, der ihre Sprache spreche. Sonja Ende sei so eine, deshalb habe sie sich am Ende eines mehrmonatigen Auswahlverfahrens, das von einem Bonner Personalberatungsbüro begleitet wurde, „ganz deutlich“ gegen ihre 44 (überwiegend männlichen) Mitbewerber durchgesetzt.


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