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Schilling und Schreyer greifen „kurz entschlossen“ zu Die neuen Herren des Güterbahnhofs

Der Osnabrücker Güterbahnhof. Foto: Gert WestdörpDer Osnabrücker Güterbahnhof. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Als „bodenständige Männer aus der Region“ stellte Oberbürgermeister Boris Pistorius beim Unternehmerforum im Rathaus die neuen Eigentümer des alten Güterbahnhofs vor: Immobilienfachmann Wolfgang Schreyer aus Bissendorf und Steuerberater Friedrich Schilling aus Diepholz.

Eine gemeinsame Gesellschaft der beiden, die Schilling und Schreyer GmbH, hat das 22 Hektar große Areal mit denkmalgeschütztem Ringlokschuppen und allen anderen Gebäuden mit Wirkung vom 1. Dezember von der Bahntochter Aurelis übernommen. Nach Jahren des Stillstands kommt damit wieder Bewegung in die Entwicklung der Industriebrache. „Wir haben nach intensiver Prüfung kurz entschlossen gehandelt“, sagte Friedrich Schilling vor den etwa hundert Unternehmern im Rathaus. Nach den Worten von Wolfgang Schreyer fiel die Entscheidung innerhalb von vier Wochen.

Die beiden Geschäftspartner sind seit Jahren in der Immobilienbranche tätig. Über ihre Pläne für den Güterbahnhof äußern sie sich nur zurückhaltend. „Wir haben schon Ideen“, sagte Schreyer. Der Ringlokschuppen solle saniert und dann „einer gewerblichen Vermietung zugeführt“ werden, erklärte Schilling beim Unternehmerforum. Wichtig sei eine gute Anbindung an die Hamburger Straße. Schon in nächster Zeit werde es eine Arbeitssitzung zum Thema „Terminal Ost“ geben. Dieser Begriff steht für einen zweiten, östlichen Eingang zum Bahnhof.

Die Kultur- und Gastro-Szene, die in den alten Hallen aufgeblüht ist, wollen die beiden Käufer nicht antasten. Schilling: „Wir wollen den Istbestand in ein machbares Konzept einbetten.“

Das Unternehmerforum ist ein regelmäßiges Treffen, zu dem die Stadt die Gewerbetreibenden aus Osnabrück einlädt. Diskutiert werden kommunalpolitische Themen.

Auf der Tagesordnung standen dieses Mal der Neumarkt, die Nutzung der ehemaligen Briten-Flächen, der Ausbau des schnellen Internets in der Stadt und das Ausbauprogramm der Kindertagesstätten.


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