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Überblick: Alle Bahnen in der Region Minigolf zwischen Leistungssport und Zeitvertreib – 1000 Bälle für 18 Bahnen

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23 Schläge für 18 Bahnen – das ist der persönliche Rekord von Erwin Beneking, Vereinsspieler aus Lotte. Foto: Egmont Seiler23 Schläge für 18 Bahnen – das ist der persönliche Rekord von Erwin Beneking, Vereinsspieler aus Lotte. Foto: Egmont Seiler

Bad Rothenfelde/Georgsmarienhütte/Wallenhorst/Osnabrück. Minigolf, so steht es im Internetlexikon Wikipedia, ist ein Geschicklichkeitsspiel – und eine Präzisionssportart. Zwei Begriffe, zwei Herangehensweisen. Hier der Ausflügler, der sich über ein Ass freut wie ein Schneekönig. Dort der Vereinsspieler, der mit eigenem Schläger und zig Bällen anreist. Eines verbindet sie: Sie spielen auf denselben Bahnen.

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Wie viele Minigolf-Anlagen gibt es in der Region überhaupt (noch)? Eine schwierige Frage, wie sich herausstellt. Die Liste, die der Deutsche Minigolfsport Verband (DMV) auf seiner Homepage veröffentlicht, ist zwar lang. Doch es befinden sich viele Fragezeichen hinter den aufgeführten Orten.

Selbst Erwin Beneking weiß nicht, ob noch alle Anlagen existieren. Beneking wohnt in Lotte und spielt für den Osnabrücker Minigolf-Club (OMC), der am Rubbenbruchsee sitzt. Er ist 58, spielt seit seinem 14. Lebensjahr Minigolf und war bereits Deutscher MannschaftsVizemeister mit einem Club im Sauerland. Für diesen Titel nahm er Hunderte Kilometer Autofahrt und viele Trainingsstunden auf sich. „Das ist wie in jeder anderen Sportart: Je höher man spielt, desto mehr muss man trainieren.“

Der auffälligste Unterschied zwischen Verein und Freizeit ist vielleicht die Ballauswahl. Der Ausflügler spielt mit einem Universalball, den er an der Kasse ausgehändigt bekommt. „Profispieler“ bringen Massen an Bällen mit. Viele werden sich noch an die ominösen Koffer erinnern. Sie bedeuteten: Hier hat einer Ahnung!

Beneking sagt, die Koffer sind out. Er selbst reist mit einer eher unspektakulären blauen Tasche. Daraus zaubert er für jede Bahn den passenden Ball hervor. Rund 350 Bälle habe er zu Hause. „Andere haben 1000!“ Jeder davon ist rund 15 Euro wert, die teuersten bis zu 20. 1000 Bälle, wenn es doch nur 18 Bahnen gibt? Es sind Bedingungen wie Nässe, Bahnoberfläche und Abmessungen, die sich unterscheiden können.

Auch die Unterschiede zwischen den Anlagen sind groß. Das gilt für die Qualität, aber auch für Grundsätzliches. Rund um Osnabrück herrschen zwei Beläge vor: Beton und Eternit. Die Beton-Bahnen sind die „echten“ Minigolfanlagen. Sie sind breiter und länger, haben meist steinerne und blumenverzierte Hindernisse und stets die gleiche Bahnreihenfolge. Ein Ass zu schlagen ist hier zwar überall möglich, aber nicht so leicht. Mit einer Runde in den hohen 20ern sei ein Vereinsspieler zufrieden, so Beneking. Sein Rekord liegt bei 23.

Auf den kompakteren Eternit-Bahnen mit ihren Kunststoff-Hindernissen gibt es tatsächlich Bahnrekorde von 18 Schlägen. Davon träumen Freizeitspieler nur. Doch eines gilt bei dieser Minigolf-Variante für beide Gruppen: Das Betreten der Bahnen ist verboten!

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