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Noch größer und noch kreativer Das Programm der Osnabrücker Kulturnacht 2012 am Samstag

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Marienkirche in romantischer Beleuchtung: Kulturnächte überraschen immer wieder. Foto: Hermann PentermannMarienkirche in romantischer Beleuchtung: Kulturnächte überraschen immer wieder. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Noch größer, umfassender und kreativer soll sie in diesem Jahr werden: die Kulturnacht. Was vor elf Jahren mit 16 Kulturorten und 15000 Besuchern startete, wartet heute mit 126 Angeboten an 58 Veranstaltungsorten auf. Thema der zentralen Veranstaltung auf dem Markt: 500 Jahre Osnabrücker Rathaus.

„Die 14 Gesandten“ heißt eine Komposition, die Heiko Maschmann speziell für die Kulturnacht geschrieben hat und die viermal an diesem Abend aufgeführt wird. Beteiligt sind 100 Holz- und Blechbläser sowie vier Perkussionisten, die eines der markantesten Ereignisse in der Geschichte des Rathauses musikalisch darstellen sollen: die „Verkündigung des Westfälischen Friedens von der Rathaustreppe zu Osnabrück“.

Das gleichnamige Gemälde wählte Maschmann, Lehrer an der Hochschule sowie an der städtischen Kunst- und Musikschule, als Inspirationsquelle für das Musikwerk, das den Prozess der Verhandlungen bis zum Friedensvertragsabschluss nachvollzieht. „Am Ende spielen die Ensembles aus Osnabrück, Münster und der Region den Friedens-Choral ,Nun lob mein Seel, den Herren‘, der seinerzeit, so vermutet man, auch von der Osnabrücker Bevölkerung anlässlich der Verkündigung intoniert wurde“, erklärt Maschmann.

„Planen Sie keine Routen, sondern lassen Sie sich einfach treiben“, empfahl Stadträtin Rita Maria Rzyski anlässlich der Vorstellung des Programms. Neben den zahlreichen Veranstaltungsorten im Innenstadtbereich seien in diesem Jahr auch die Martinihöfe, die Winkelhausenkaserne und der botanische Garten ins nächtliche Kulturboot gesprungen. Kunst, Fotografie, Musik, Literatur, Tanz, Mode, Kabarett, Mitmachaktionen für Jung und Alt und natürlich Essen und Trinken in den unterschiedlichsten Variationen werden geboten.

Der Bischof lädt einmal mehr dazu ein, die Kultur rund um den Dom zu erkunden, Radiostationen wie NDR und Osradio locken mit speziellen Angeboten, im Theater ist „Nachtschwärmen“ angesagt, im Felix-Nussbaum-Haus präsentieren zwei Ensembles jiddische Musik, und die „Stadtspieler“ lassen das Mittelalter lebendig werden. Darüber hinaus sind nicht nur städtische Institutionen wie die Musik- und Kunstschule, die Kunsthalle Dominikanerkirche sowie freie Kulturschaffende involviert, auch Schulen und Kaufleute beteiligen sich an der langen Nacht. Das Faltblatt mit dem Programm umfasst in diesem Jahr vier Seiten mehr und ist überall in der Innenstadt ausgelegt. Außerdem kann man es hier im Internet downloaden, und neuerdings soll auch eine App für Smartphones durch das Programm führen.


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