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Gute Auftragslage Osnabrücker Maschinenbauer Diosna Dierks & Söhne GmbH zieht Tariferhöhung vor

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Der Mischer V 1600: Der OB (3.v.l.) in der Produktion mit (v.l.) Benno Brink, Dieter Poppe und Wolfgang Eißer. Foto: LewandowskiiDer Mischer V 1600: Der OB (3.v.l.) in der Produktion mit (v.l.) Benno Brink, Dieter Poppe und Wolfgang Eißer. Foto: Lewandowskii

Osnabrück. Der Osnabrücker Maschinenbauer Diosna Dierks & Söhne GmbH zieht eine vereinbarte Gehaltstariferhöhung für die Mitarbeiter um zwei Monate vor. Oberbürgermeister Boris Pistorius bezeichnete diese Entscheidung der Geschäftsführung jetzt bei einem Firmenbesuch als „tollen Schritt“.

Es handele sich um eine Anerkennung der guten Leistungen, betonte Diosna-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Eißer. Der Versuch, auf diese Weise Fachkräfte an die Firma zu binden, habe bei der Entscheidung erst an zweiter Stelle gestanden. Diosna hat derzeit etwa 200 Mitarbeiter. Die Firma stehe derzeit gut da, bekräftigte Dieter Poppe, kaufmännischer Leiter von Diosna. Etwa 12700 Quadratmeter Grundstück am Standort in Gretesch, auf die das Unternehmen eine Kaufoption hatte, erwarb es jetzt von der Stadt.

Die Auftragslage des Osnabrücker Spezialisten für Knetmaschinen in der industriellen Backwarenproduktion sowie für Maschinen für Chemie, Pharmazie und Kunststoffverarbeitung ist derzeit gut. Rund 60 Prozent des Umsatzes von über 50 Millionen Euro macht Diosna im Export. Von den zwei frischen Großaufträgen für Diosna stammt einer zum Beispiel vom israelischen Pharma-Riesen Teva Pharmaceutical Industries Ltd. Das Unternehmen bestellte bei Diosna Granuliermaschinen. Diese Geräte werden dazu verwendet, aus Pulver Granulat zu machen.

Weitere Wachstumsmärkte für Bäckereimaschinen finden die Vertriebsleute von Diosna um Vertriebsleiter Benno Brink in Indien und China. Auch arabische Länder, in denen im Jahresdurchschnitt 180 Kilogramm Backwaren pro Person verspeist werden, haben Bedarf.

Im Wettbewerb zum Beispiel mit China setze Diosna auf Qualität, erläuterte Eißer dem Oberbürgermeister beim Rundgang durch die Produktion. Ein Beispiel: Die Knethaken werden auf den Millimeter genau an die Form des Rührbottichs angepasst. Das sei zwar mit viel Handarbeit verbunden und deshalb teurer. Der Vorteil für den Kunden: Die verlässlichen und über Jahre auch bei den Ersatzteilen garantierten Maße erlauben ihm, dauerhaft mit den gleichen Rezepten zu arbeiten. Damit rechnet sich dann die höhere Investition in die Diosna-Maschine recht bald.

Um die Qualität zu sichern, arbeitet das Unternehmen unter anderem auch mit der Hochschule Osnabrück zusammen. Hier bieten sich auf dem Gebiet der Werkstoffprüfungen Kooperationsmöglichkeiten.


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