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Jetzt Abriss und Neubau geplant Dütebrücke bleibt für A1 ein Nadelöhr

Bleibt für die A1 noch lange ein Nadelöhr: Die Dütebrücke zwischen dem Lotter Kreuz und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen muss abgerissen und erneuert werden. Foto: Klaus LindemannBleibt für die A1 noch lange ein Nadelöhr: Die Dütebrücke zwischen dem Lotter Kreuz und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen muss abgerissen und erneuert werden. Foto: Klaus Lindemann

Osnabrück. Im Bereich der Dütebrücke bei Osnabrück bleibt die A1 noch lange Zeit ein Nadelöhr. Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden.

Wann und wie dieses Bauprojekt in Angriff genommen und wie viel es kosten wird, ist noch völlig offen. Das bestätigte Bernd Löchter vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen, der für den Autobahnabschnitt zwischen Lotter Kreuz und Anschlussstelle Osnabrück-Hafen zuständig ist. Bis auf Weiteres gibt es dort nur vier statt sechs Fahrspuren, die zudem verengt sind, sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 80.

Nur vier Jahre nach der Freigabe der sechsspurig ausgebauten A1 muss die Trasse in diesem Abschnitt also schon wieder saniert werden. Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums sei die Dütebrücke wie viele andere Autobahnbrücken routinemäßig überprüft worden, teilte Löchter mit. Ergebnis: Eine sechsspurige Verkehrsführung verkraftet das Bauwerk nicht mehr, das ursprünglich für vier Spuren ausgelegt war. Besonders die äußeren sogenannten Krak-Arme halten die Belastung der vielen Lastwagen auf der stark befahrenen Verkehrsader nicht mehr aus. Deshalb sind diese Bereiche der Dütebrücke bereits gesperrt.

Wann das Nadelöhr beseitigt wird, kann der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen noch nicht sagen. Löchter will sich auf Nachfrage nicht einmal festlegen, ob es noch in diesem Jahrzehnt zu einer Lösung des Problems kommt. Auch zu möglichen Verkehrsbehinderungen während Abriss und Neubau kann der Behördensprecher keine Angaben machen: Denkbar sei aber beispielsweise, dass neben der alten Brücke eine neue gebaut werde, die Millimeter für Millimeter an den richtigen Platz geschoben werde.

Weil aber bis dahin noch sehr viel Zeit vergehen kann, bekommt das Provisorium demnächst neue Fahrbahnmarkierungen. Mit weißen Linien sollen die reduzierten und verengten Fahrspuren gekennzeichnet werden. Tempobeschränkungen gibt es im Bereich der A1-Dütebrücke aber schon viel länger. Mit dem Hinweis auf Spurrillen ist die Höchstgeschwindigkeit in diesem Streckenabschnitt und weit im Vorfeld der Brücke schon seit mehr als einem Jahr auf 80 Stundenkilometer begrenzt. Ursprünglich sollte nur die Fahrbahndecke erneuert werden. Doch nach der Überprüfung im Auftrag durch das Bundesverkehrsministerium hat sich diese Reparatur erledigt.


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