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Jugendamtsleiter im Interview Glaubenswoche der Jugend startet im Bistum Osnabrück

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Bruno Krenzel Foto: privatBruno Krenzel Foto: privat

Osnabrück. Die Glaubenswoche der Jugend im Bistum Osnabrück beginnt heute unter dem Motto „Un(d)glaub(l)iches“. Am Sonntag, 13. November, 18 Uhr, endet sie mit einem Gottesdienst in St. Johann Bremen. Für Bildungshäuser, Gemeinden und Schulen gibt es eine Materialiensammlung. Bruno Krenzel, Leiter des Diözesanjugendamtes, spricht mit unserer Zeitung über Lebensfragen, Glaubenszeugen und sperrige Traditionen.

Das Motto lautet „Un(d)glaub(l)iches“. Klingt kompliziert…

Das liegt daran, dass das Thema sehr komplex ist. Es geht eben nicht nur um das, was ich glaube, sondern auch um Überzeugungen und um Glaubenszeugen. Beispiele sind da Ignatius von Loyola und die Lübecker Märtyrer. Konkret heißt das: Die Jugendlichen setzen sich nicht nur mit dem Glaubensbekenntnis auseinander. Sie stellen sich auch den Fragen: Welchen Überzeugungen gehe ich nach? Worauf vertraue ich? Was geht in mein Handeln über, und was kann ich dabei von anderen lernen?

Was konkret sollen die Jugendlichen mitnehmen?

Sie sollen sich zunächst einmal mit der sperrigen Tradition auseinandersetzen. Viele junge Menschen würden das Glaubensbekenntnis doch heute nicht mehr eins zu eins unterschreiben. Sie sollen zeitgenössische Antworten finden. Schließlich setzt der christliche Glaube auf freie Entscheidungen.

Das Bistum erstellt umfangreiches Arbeitsmaterial zum Thema. Welchen Ertrag erwarten Sie dafür?

Es geht dabei nicht um den Ertrag. Das Angebot ist eine reine Dienstleistung. Als vor Jahren die Materialien zu den ersten Glaubenswochen entstanden, haben die Gemeinden damit in Messdienergruppen und bei Frühschichten gearbeitet. Das kommt heute zwar auch noch vor. Aber der Schwerpunkt liegt inzwischen in Bildungshäusern, bei der Firmvorbereitung und in den vergangenen Jahren auch immer stärker an Schulen.

Gerade bei Letztgenannten ist das risikoreich, weil viele Schüler sich mit dem Thema bislang noch nicht befasst haben. Gleichzeitig ist es aber auch sehr interessant, wenn es in der Auseinandersetzung mit Glaubensfragen knallt. Wir wollen ja gerade, dass die Jugendlichen eigene Standpunkte herausbilden. Schließlich sind Glaubensfragen immer auch Lebensfragen – und da müssen junge Menschen ihre eigenen Antworten regelrecht erringen. Die Glaubenswoche ist da nur ein Punkt, während die Auseinandersetzung mit den Arbeitsmaterialien weitergeht.

Doch um noch einmal auf die Frage des Ertrags zurückzukommen: Wir haben durch die Glaubenswoche nicht die Kirchen voller, aber wir sind unserem Verkündigungsauftrag nachgekommen.

Material zur Glaubenswoche im Internet auf www.bistum.net unter der Rubrik Pastoral und BildungMaterial zur Glaubenswoche auf www.bistum.net unter der Rubrik Pastoral und Bildung


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