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Aktionstag der Berufsbildenden Schulen in Haste Kennenlernen auch auf ungewöhnliche Weise

Von Henning Müller-Detert

Wäschewaschen wie zu Großmutters Zeiten: (von links) Franziska Feist, Jana Reuter, Josefine Möllmann. Foto: SeilerWäschewaschen wie zu Großmutters Zeiten: (von links) Franziska Feist, Jana Reuter, Josefine Möllmann. Foto: Seiler

Osnabrück. Zu jedem neuen Schuljahr begrüßen die Berufsbildenden Schulen (BBS) Haste mehr als 600 neue Schüler. Je schneller die jungen Leute ihre Schule und die Mitschüler kennenlernen, umso besser. Deshalb gab es auch in diesem Jahr einen Aktionstag, der unter dem Titel „Bewegte Zukunft“ lief. Dabei spielte auch das Thema „Nachhaltigkeit“ eine wichtige Rolle.

Die BBS des Landkreises Osnabrück hätten sich bereits in Kooperation mit der Universität Lüneburg in dem Projekt „Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum“ (Bink) damit befasst, wie die Schule Ressourcen schonen könne, berichtete Lehrerin Eva-Maria Arndt, die den Aktionstag angeschoben hatte. So verfüge die Schule mittlerweile über Solarzellen und Wasserspender, dazu habe die Cafeteria einmal wöchentlich ihren Biotag.

Mit diesem Ansatz im Hinterkopf machten sich die jungen Leute zum Teil Klassen übergreifend daran, verschiedene Aktionen ins Leben zu rufen. Zum Beispiel die Schüler der Fachschule Hauswirtschaft: Sie beschäftigten sich gewissermaßen mit der Evolution der Waschmaschine – und präsentierten auch noch Waschbrett und Wäschestampfer. Ihre Zahlenbeispiele: Bei fünf Waschgängen wöchentlich hat sich der Wasserbrauch zwischen 1970 und 2010 um jährlich 21600 Liter verringert: Damit könnte man einen Swimmingpool der Maße vier mal vier mal 1,35 Meter füllen. Auch der Stromverbrauch der neuesten Maschinengeneration ist deutlich geringer, mit der Differenz könnte man fast 3000 Hemden bügeln, haben die Schüler festgestellt.

Ressourcenschonende Waschtechnik kann man leicht mit dem Begriff Zukunft in Verbindung bringen. Das zweite Titelwort, also „bewegt“, nahm die elfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege in den Blick. „Fit for life“ hieß ihr Angebot, bei dem die Mitschüler ihre Leistungsfähigkeit anhand von Fragebögen zu Themen wie Schlaf, Immunsystem oder Stress testen konnten. Ein Thema war auch die Ernährung: Wie sehen die Ess- und Trinkgewohnheiten aus, war hier die Frage.

Anhand der Auswertungsbögen konnten die Elftklässler ihren Mitschülern direkt Tipps geben, was sie verbessern können. Dazu hatten sie auch einen Geschmackstest vorbereitet: Hier probierten die jungen Leute Obst, Gemüse und Gewürze aus und stellten fest, dass gesunde Sachen sehr wohl gut schmecken.


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