Über 100 Projekte gezeigt Industrie-Design-Ausstellung in Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Viel zu staunen gab es bei der Ausstellung „Status Design 2013“ des Studienganges Industrie-Design der Hochschule Osnabrück in der „Alten Bäckerei“ im Hafen. Dort präsentierten die Studenten mehr als 100 Projekte aus drei Jahrgängen sowie Bachelorarbeiten.

Zu sehen waren unter anderem die „Bionischen Objekte“ des zweiten Semesters. In diesem Projekt sollten die Studenten der Natur eine ästhetische Bewegung abgucken und diese mit einem Lego-Technik-Baukasten sowie weiteren Bausteinen und frei wählbaren Materialien umsetzen. Laura Jedamzik, Vivien Ordel und Lenard Petrzik beispielsweise bauten eine überdimensionale Wasserrose. Ihr Ausgangspunkt war der Baukasten eines Offroaders, und die daraus stammende Lego-Konstruktion ist beim Modell noch gut sichtbar. Doch natürlich ziehen die großen Blütenblätter zunächst alle Blicke auf sich. Diese Blätter befestigten die Studenten mit Gummibändern. „Wir haben gestern gefühlte hundertmal andere Bänder und Konstruktionen verwendet“, erzählt Ordel.

Marit Hellmann, Jakob Böhm und Wladislaw Rakow imitierten Rodeoreiten. „Weil das in Zeitlupe sehr fließend und charakteristisch ist“, erklärte Rakow, und Böhm ergänzte: „Die größte Herausforderung war es, die Technik des Baukastens zu verstehen.“

Eine weitere Zweitsemesteraufgabe bestand darin, einen Akkuschrauber für eine bestimmte bekannte Marke zu entwerfen, die normalerweise nicht solches Werkzeug herstellt. Über diesen Umweg könne man auch in einem Feld, in dem echte Neuerungen schwer zu entwickeln seien, ganz neue Wege gehen, erläuterte Professor Marian Dziubiel: „Bei den Arbeiten sind ein paar ganz spektakuläre Sachen dabei.“ Zu sehen waren unter anderem Akkuschrauber für Converse, Barbour, Salewa, Fjällräven, Alpinestars oder Dainese.

In eine ganz andere Richtung zielte das Projekt „Superhelden“, das Professor Thomas Hofmann betreute. Hier ging es darum, Produkte im Rahmen von komplexen Systemen zu gestalten. Dabei konnten die Sechstsemester in Teams ganz eigene Welten entwickeln und mussten dafür ein Fahrzeug gestalten. Das Team von Trung Juong Nguyen, Jonas Vogedes, Marc Fischer legte besonders viel Wert auf ein schlüssiges Konzept. Dieses erklärte zunächst, wie ihr Gardeoffizier die Welt schützt. Dabei hilft ihm sein Flugobjekt. Dessen Besonderheit ist, dass es sich im Flug aufstellen kann und als Schild fungiert. „Man muss verstehen, wie die Dinge funktionieren, und sie dann entsprechend gestalten“, so Nachwuchsdesigner Nguyen. Durch die Funktion entstehe die Form, und nicht weil der Gestalter „etwas für den Markt schön macht“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN