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Wilhelm Plogmann und Ulrich Kügler stellen im BBK-Kunstquartier aus Inspiration durch Klostergebäude und Satzfragmente

Mit seinem Stuhlturm steht Ulrich Kügler vor Gemälden von Wilhelm Plogmann. Foto: Klaus LindemannMit seinem Stuhlturm steht Ulrich Kügler vor Gemälden von Wilhelm Plogmann. Foto: Klaus Lindemann

thb Osnabrück. Der eine lässt sich von der kontemplativen Ruhe in Klostergebäuden anregen, der andere von Satzfragmenten, die er in Zeitschriften findet: Wilhelm Plogmann und Ulrich Kügler. Die Kunstwerke, die auf diesen Inspirationsquellen beruhen, stellen die beiden Künstler ab heute im Kunst-Quartier des Bundes Bildender Künstler BBK aus.

Zum Jubiläum des Kunst-Quartiers, die Galerie existiert bereits seit fünf Jahren, wird an dem Prinzip festgehalten, jeweils ein BBK-Mitglied aus unserer Region mit den Werken eines Künstlers von außerhalb zu konfrontieren. Obwohl das Konzept in der Vergangenheit auch zu harmonierenden oder sich gegenseitig ergänzenden Ausstellungsresultaten führte, so passt das Wort Konfrontation in der aktuellen Konstellation recht gut. Denn obwohl beide Künstler ihre Exponate aufeinander abgestimmt und diese zum Teil für die Schau angefertigt haben und obwohl beide sie unter dem Titel „non permanent“ präsentieren, sind die Werke doch unterschiedlich in Form und Aussage.

Plogmann malt. Seine überwiegend auf blauer und weißer Farbgebung basierenden Bilder zeigen symmetrisch angeordnete Objekte, die architektonisch aufgebaut sind. Konstrukte, die an Schubladen oder neuzeitliche Wasserspiele erinnern, lassen das Auge auf Entdeckungstour im Bild gehen. Allerdings führt der in Osnabrück lebende Plogmann oftmals auf eine falsche Fährte, er spielt mit der Perspektive und den geometrischen Gegebenheiten, bis die Binnenstruktur etwas Surreales bekommt.

Ulrich Kügler installiert. Für die Osnabrücker Ausstellung kreierte der in Minden arbeitende Künstler vier aktuelle Rauminstallationen, die unter dem Stichwort „Pilot im Chaos“ versuchen, biografische Aspekte und physikalische Welterklärungsmodelle miteinander zu verbinden. Aus Alltagsmaterialien wie Schuhen, Handfegern, Schraubzwingen und Kehrblechen konstruiert er Objekte wie den Stuhlturm mit dem Titel „Pilot im Chaos – Durchlässiger Kristall“.

BBK Kunst-Quartier (Bierstraße 33): „non permanent“. Malerei und Installationen von Wilhelm Plogmann und Ulrich Kügler. 3. Dezember (Eröffnung um 19 Uhr) bis 29. Januar, Di.–Fr. 14–18 Uhr, Sa. 11–15 Uhr. Infos unter www.bbk-osnabrueck.de


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