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250 Närrinnen bei Osterhaus KFD Haste-Dodesheide feiert Karneval

Von Danica Pieper, Danica Pieper | 03.02.2017, 20:52 Uhr

250 prächtig gelaunte Närrinnen und ein prall gefülltes Programm bot die diesjährige Karnevalssitzung der katholischen Frauengemeinschaft Haste-Dodesheide. Über 100 Ehrenamtliche begeisterten die Frauen im Kaffeehaus Osterhaus mit Späßen und Musik.

„Unser Karneval lebt vom Mitmachen“, erklärte Stefanie Ahrnsen, die zusammen mit Claudia Gille durch die Sitzung führte. Auf zahlreiche Mitwirkende konnte sich die KFD Haste-Dodesheide verlassen: Nicht nur beteiligten sich dutzende Frauen aus den eigenen Reihen mit Büttenreden und Sketchen am Programm, auch rund 250 Närrinnen sowie einige „Quotenmänner“ aus dem Pfarrteam unterstützten die Organisatorinnen vor der Bühne mit kräftigem Applaus. Fast alle Besucher hatten sich für die Sitzung kostümiert, zum Beispiel als Pirat, Politesse oder Popcorntüte. „Es ist toll, dass wir so viele sind und dass ihr euch so bunt verkleidet habt“, freute sich Ahrnsen.

Mode aus dem Vatikan

„Manege frei für die Narretei“ lautete das Motto des diesjährigen Sitzung. Den Anfang machte der Mittwochstreff. Drei Damen sind bei Fräulein Resi eingeladen, die allerdings noch schnell dem Pfarrer das Lunchpaket hinterher bringen muss. Die Frauen nutzen die Gelegenheit, schon einmal die Bowle zu probieren, können sich jedoch nicht einigen, ob es sich nun um Ananas-, Erdbeer- oder Gurkenbowle handelt. Erst Resi kann das Geheimnis lüften: die Frauen haben nicht von der Bowle probiert, sondern aus der Schüssel getrunken, in der sie Socken gewaschen hat. „Ein Rock muss durch Haste gehen“ hieß es anschließend bei der Frauengruppe, die die neueste Kollektion für den Gottesdienst direkt aus „Vatikan City“ präsentierte. Zu den gezeigten Stücken gehörte der Fellrock „Lamm Gottes“, das Modell „Franziskus“ mit abgeschnittenen Zöpfen oder der Bademantel „Much too late“ für alle, die es erst zum Evangelium in die Kirche schaffen.

Pfarrteam zeigt Sketch

Jubel erntete auch die Gruppe KreAktiv, die sich auf der Bühne im Synchronschwimmen übte – Badebekleidung mit angeklebten Achselhaaren inklusive. Als Gäste begrüßte die kfd das Stadtprinzenpaar Siegmar I. (Winter) und Britta I. (Hübner) samt ihrer Delegation. Das Pfarrteam von Christus König, St. Franziskus und Heilig Geist beschäftigte sich mit einem von Menschen geschaffenen Gegenstand: der Plastiktüte. „Der Mensch sah, dass es gut war und sprach: ‚Ich bin doch nicht blöd!‘ und Gott sah von der Galeria und sagte: ‚Nanu Nana!‘“, meinte Pfarrer Bernhard Stecker.

Tanzgarden begeistern

Büttenreden kamen von Renate Gronek, die auf Plattdeutsch aus dem Leben einer „Zölibatesse“ - der Haushälterin des Pastors – berichtete, und Angelika Rahe, die über den Gang zum Buffet philosophierte. Zu den musikalischen Höhepunkten gehörten die Auftritte der „Nette Girls“-Tanzgarden der Spielvereinigung Haste, die mit ihrer erstaunlichen Gelenkigkeit die Zuschauerherzen begeisterten. Nach Abschluss des offiziellen Programms war die Tanzfläche dann auch für die Besucherinnen freigegeben, die noch lange weiterfeierten.