zuletzt aktualisiert vor

Kleine Bausteine für ein großes Werk

Wer Kindern hilft, hilft unserer Zukunft: Dieses Motto hat sich Gecko, der Förderverein für das Christliche Kinderkrankenhaus in Osnabrück (CKO), auf die Fahnen geschrieben. Der Verein sammelt Spenden für die kindgerechte Ausstattung der Kinderklinik.

Die grundlegende Finanzierung der neuen Kinderklinik übernimmt das Land: 29 Millionen Euro investiert Niedersachsen in den Neubau an der Johanniskirche, der 2011 fertiggestellt werden soll. Für eine moderne, kindgerechte Ausstattung des Krankenhauses sind nach derzeitigem Stand jedoch weitere zwei Millionen Euro nötig, die der Förderverein Gecko aufbringen will. „Denn bisher haben wir nur kahle Wände und sterile Betten“, sagt Dr. Norbert Albers.

Der ärztliche Direktor des Kinderhospitals wird zusammen mit Dr. Burkhard Rodeck vom Marienhospital die medizinische Leitung des CKO übernehmen. Die beiden haben auch den Anstoß zur Gründung des Fördervereins gegeben. „Wir wollen, dass das gute Konzept des CKO komplett umgesetzt werden kann“, sagt Albers.

Dabei sei sehr auf weiche Faktoren geachtet worden, erklärt der Arzt. Früher habe man bei der Planung eines Kinderkrankenhauses ganz anders gedacht. Zum Beispiel waren Eltern tagsüber nur kurze Besuchszeiten gestattet. „Heute ist fast immer ein Angehöriger da, oft übernachten Mutter oder Vater auch im Krankenhaus.“

Deshalb sieht das CKO-Konzept eine großzügige Raumplanung sowie zusätzliche Schlafplätze und Nasszellen in den Zimmern vor.

Diese Idee unterstützt auch Andreas Bernard. Der Geschäftsführer des Hotels Walhalla weiß, wie wichtig es ist, dass Eltern ihr Kind vor Ort beim Heilungsprozess unterstützen können, seit seine kleine Tochter Josi nach einem Armbruch im Marienhospital behandelt wurde. Dabei habe er die Fürsorglichkeit gespürt, mit der die kleinen Patienten behandelt wurden – trotz einer stark frequentierten Kinderabteilung und der eher spartanischen Einrichtung. Deshalb unterstützt der dreifache Familienvater als Mitglied des Fördervereins das neue CKO. Auch Thomas Nülle möchte „die menschliche Qualität und die Wärme der Institution“, die er selbst im Kinderhospital kennen- gelernt hat, auf das neue Krankenhaus übertragen.

„Gerade für Kinder und ihren Heilungsprozess ist es entscheidend, dass sie sich wohlfühlen. Deshalb hilft es, wenn die Räume Wärme ausstrahlen“, ergänzt Nülle. So sollen warme Farben und Formen die Einrichtung des CKO künftig prägen. Viel Spielzeug und Kuschelecken werden nach Albers’ Vision ebenso zum neuen Kinderkrankenhaus gehören wie eine große Rutsche im Treppenhaus.

Insgesamt acht Personen aus dem gesellschaftlichen Leben Osnabrücks engagieren sich im Förderverein. Sie haben sich Aktionen überlegt, damit die Vision eines kindgerechten Krankenhauses voll verwirklicht werden kann. So bietet Gecko einige Bilddrucke an, die der Osnabrücker Künstler Helle Jetzig exklusiv für den Förderverein erstellt hat. Zudem können am Kinderhospital und am Marienhospital für zehn Euro kleine Bausteine erworben werden. Die Erlöse aus beiden Aktionen gehen komplett an das CKO.

Daneben tritt Gecko an Unternehmen und Institutionen aus Stadt und Landkreis heran, die als Großspender infrage kommen. Zudem stellt die Heger Laischaft zu ihrem 450-jährigen Bestehen im kommenden Jahr dem Förderverein eine Fläche zur Verfügung, auf der ein Spenderwald entstehen soll. Dort können Bürger einen Baum pflanzen und dabei das CKO unterstützen.

„Jeder kann helfen – denn gesunde Kinder sind etwas, das jeden angeht“, sagt die Gecko-Vorsitzende Kristiana Engelmann. Deshalb möchte der Verein auch über den Neubau hinaus das CKO nachhaltig fördern, um eine optimale medizinische Versorgung der Kinder auf Dauer zu gewährleisten.


0 Kommentare