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Bundestags-Fraktion: Zahl der Zuwanderer im öffentlichen Dienst verzehnfachen Grüne fordern Quote für Migranten

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Osnabrück. In der Debatte über Integration wird höherer Druck auf Migranten zunehmend abgelehnt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sprachen sich gegen Sanktionen aus. Die Grünen forderten eine Migrantenquote für den öffentlichen Dienst. Die Zahl der Mitarbeiter aus Zuwandererfamilien solle so innerhalb von fünf Jahren verzehnfacht werden. Unserer Zeitung sagte der integrationspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Memet Kilic: „Jeder zehnte Beschäftigte im öffentlichen Dienst sollte aus einer Zuwandererfamilie kommen. Es ist bei gutem Willen realistisch, diese Quote in Bundes-, Landes- und kommunalen Verwaltungen bis zum Jahr 2015 zu erreichen.“ Ihm zufolge beträgt der Anteil der Zuwanderer im öffentlichen Dienst derzeit im Bundesschnitt nur rund ein Prozent.

„Dabei hat schon heute jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund“, betonte der Integrationsexperte. Diese Menschen fühlten sich aber abgehängt, wenn sie sich im Staat nicht vertreten sähen. „Besonders Jobs wie Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute oder Richter müssen verstärkt mit Zuwanderern besetzt werden, die als Vorbilder und Brückenbauer für junge Migranten dienen.“ Mit einer Quote würde sich der Staat endlich ein „nachprüfbares Etappenziel“ in Sachen Integration setzen. Seite 2


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