zuletzt aktualisiert vor

Knapp eine Million für Bodenkunde Volkswagen-Stiftung fördert Hochschule Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Osnabrück Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Osnabrück. Das Befahren von Waldböden bewirkt Verdichtungen, die die Funktionsfähigkeit der Böden stark beeinträchtigen können. Es wird geschätzt, dass allein in Niedersachsen bis zu vier Prozent der Landesfläche von diesem Problem betroffen sind. Um die Bodenfunktionen auf diesen Flächen, den sogenannten Rückegassen, nachhaltig zu sichern, wollen Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim/Holzminden/ Göttingen gemeinsam praktische und planerische Maßnahmen entwickeln, von der Schadensregeneration bis zur landschaftsplanerischen Bewertung.

Für diesen Forschungsschwerpunkt hat die Volkswagen-Stiftung Mittel in Höhe von 925000 Euro bewilligt. Das Projekt unter dem Kurztitel „Rüwola“ läuft von 2012 bis 2016. Fünf Professoren der Hochschule Osnabrück forschen zusammen mit vier Kollegen der HAWK. Sprecher ist der Osnabrücker Bodenwissenschaftler Prof. Heinz-Christian Fründ, sein Stellvertreter ist der Göttinger Forstbodenkundler Prof. Dr. Thorsten Gaertig.

Rüwola, das steht für „Rückegassen als Feinerschließungssysteme im Wald – Optimierung durch natürliche Regeneration und technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der Belange von Naturschutz und Landschaftsplanung“. Rückegassen, das sind dauerhafte Befahrungslinien für Forstmaschinen. Ziel des Projektes ist es, die Wirkung wurzelintensiver Pflanzen auf die Tragfähigkeit der Böden bei Belastung durch Forstmaschinen zu prüfen sowie das natürliche Regenerationspotenzial der Böden systematisch zu erfassen und standortangepasste Verfahren zur biotechnischen Unterstützung der Waldbodenregeneration zu entwickeln.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN