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Schmuck im Millionenwert erbeutet?

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Osnabrück (d.).
Schmuck und Uhren mit einem Wert, der an die Million gehen könnte, haben die drei Unbekannten erbeutet, die am Montag das Juweliergeschäft Gudemann an der Krahnstraße überfallen haben. Von den Räubern fehlt noch jede Spur.

"Ich bin verzweifelt. Was soll man denn noch machen, um sich zu schützen?", fragte Kaufmann Egon Geerkens gestern. Gegen Einbrüche in seinem Geschäft an der Theaterpassage habe er zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. "Doch bei einem bewaffneten Überfall ist man ziemlich machtlos". Für seine Angestellten gelte: Die eigene Sicherheit und die von Kunden gehe vor. "Man muss immer damit rechnen. Aber so etwas kann auch einer Kassiererin im Supermarkt passieren", sagt eine Angestellte, die den Überfall "zum Glück" nicht miterleben musste. Beute im Wert von mehreren hunderttausend Mark hätten die Räuber eingesackt, so Geerkens. Wieviel genau, stehe immer noch nicht fest, die Inventur laufe. "Ich möchte da auch keine falschen Summen nennen". Die Räuber hätten nicht gezielt zugegriffen, sondern alles genommen, was da war. "Was heruntergefallen ist, blieb liegen". Ganze drei Minuten hatte der Überfall am Montag um 10.10 Uhr gedauert. Wie berichtet, hatten drei Bewaffnete die beiden Angestellten, eine Kundin und einen Postboten gezwungen, sich auf den Boden zu legen, und dann zugegriffen.

Inzwischen haben sich, auch Aufgrund des gestrigen berichtes in der Neuen OZ, zahlreiche Zeugen bei der Polizei gemeldet, mit deren Hilfe von zwei der drei Männer Phantombilder gezeichnet werden konnten. Einer wurde als Mulatte beschrieben, 20 bis 25 Jahre, schwarze Haare, ca. 170 cm groß, von schmaler, sportlicher Statur. Im Unterkiefer fehlten ihm zwei Schneidezähne. Um den Hals trug er eine eng anliegende Goldkette. Auffällig war auch ein dicker, goldener Siegelring mit eckigem, roten Stein. Sein Komplize wurde als Nordeuropäer beschrieben, 28 bis 30 Jahre, ca. 170 cm groß, leicht korpulent mit Bauchansatz und Doppelkinn. Er hat dunkle Haare, lange Koteletten, braune Augen und auf der linken Wange eine frische Narbe. Auffällig bei ihm war eine dicke, goldene Halskette mit großem Kreuzanhänger.

Nach Zeugenangaben geht die Polizei davon aus, dass sich die Täter schon Tag vor dem Raub in der Stadt aufhielten. Am Sonntag erkundigten sie sich gegen 14 Uhr an der Iburger Straße, Höhe Autohaus Rahenbrock, nach einer Übernachtungsmöglichkeit und dem Weg in die Innenstadt. Zu diesem Zeitpunkt waren sie mit den nach dem Raub gefundenen Fahrzeugen (Nissan Kastenwagen und Ford Focus Kombi mit belgischen Kennzeichen) unterwegs. Sie müssen aber noch ein drittes Fahrzeug gehabt haben, mit dem sie später flüchteten. Die Polizei fragt: Wo haben sich die Männer aufgehalten bzw. übernachtet? Wer kann Angaben zum dritten Fahrzeug machen? Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 327-321 oder 327-216 entgegen.


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