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Erste Kinderfeuerwehr in Voxtrup gegründet – Für die Zukunft der Brandbekämpfung Nur mit genug Nachwuchs überlebensfähig

Von Stefan Buchholz

Den Startschuss für die erste Kinderfeuerwehr in Stadt und Landkreis Osnabrück gab Oberbürgermeister Boris Pistorius am Samstag in Voxtrup. Gleichzeitig absolvierte die Jugendfeuerwehr dort ihren PokalwettkampfFoto: Swaantje HehmannDen Startschuss für die erste Kinderfeuerwehr in Stadt und Landkreis Osnabrück gab Oberbürgermeister Boris Pistorius am Samstag in Voxtrup. Gleichzeitig absolvierte die Jugendfeuerwehr dort ihren PokalwettkampfFoto: Swaantje Hehmann

steb Osnabrück. Die erste Kinderfeuerwehr in Osnabrück und dem Landkreis ist am Samstag in Voxtrup gegründet worden. Die 16 Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren führt man künftig spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr heran. Nach dem Startschuss für die Kinderwehr absolvierte die Jugendfeuerwehr der Stadt ihren alljährlichen Pokalwettkampf.

Vor der Urkundenübergabe an die kleinen Gründungsmitglieder betonte Osnabrücks Branddirektor Jürgen Knabenschuh, die Zukunft der Brandbekämpfung „heißt Kinder- und Jugendfeuerwehr“. Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius verwies auf die 3000 jungen Mitglieder der Kinderwehren in Niedersachsen. „Feuerwehren sind nur überlebensfähig, wenn genug Nachwuchs da ist“, lobte er die „großartige Initiative“.

Die hatten Carolin Hofmeyer und Katrin Imwalle gestartet, beide mit der gleichen Idee. Hofmeyer, selbst aktive Feuerwehrfrau, las in einem Magazin von der Möglichkeit, Kinder für die Feuerwehr zu begeistern. Katrin Imwalle wollte der Begeisterung der Kleinen für Blaulicht und Löscheinsätze einen Ort geben. „Fast jedes Kind möchte doch mal Polizist oder Feuerwehrmann werden“, meint Imwalle. Die Frau des Voxtruper Ortsbrandmeisters Ingo Imwalle und Mutter zweier Kinder, die in der Jugendfeuerwehr tätig sind, schloss sich mit Carolin Hofmeyer zusammen. „Wir haben lange überlegt, was eine Kinderfeuerwehr machen kann“, erzählt Imwalle. Dann habe man das Vorhaben durch Ausschuss und Stadtrat geschickt. Schließlich mussten Satzungen wegen versicherungsrechtlicher Fragen geändert werden.

Währenddessen absolvierten beide Frauen einen Lehrgang für Betreuer von Kinderwehren. „Dort lernten wir, wie man die Kinder spielerisch an Erste Hilfe und Brandschutz heranführen kann“, schildert Imwalle. Bei allem soll der Spaß für die Sechs- bis Neunjährigen im Vordergrund stehen.

In den alle zwei Wochen stattfindenden Treffen lernen die je acht Jungen und Mädchen zunächst einen Feuerwehrwagen von innen kennen oder machen sich mit der Kleidung eines Brandbekämpfers vertraut.

In der Kinderfeuerwehr können die Rettungskräfte in spe bleiben, bis sie dann im Alter von zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr wechseln können.

Die sieben Jugendfeuerwehren der Stadt absolvierten einen Pokalwettkampf über mehrere Stationen. Eine Aufgabe war zum Beispiel das Legen von Schlauchleitungen. Den Pokal gewann die Jugendfeuerwehr Eversburg.